Die vier Azubis Dion, Manuel, Abas und Timo machen ihre Ausbildung bei der OSRAM GmbH in Schwabmünchen, wo Vorprodukte für Leuchtmittel hergestellt werden.

Das Projekt

In ihrem Digiscouts-Projekt greift das Azubi-Team verschiedene Probleme aus ihrem Arbeitsalltag auf, die entstehen können, wenn eine Maschine oder Anlage ausfällt. Bisher war der Servicemitarbeitende darauf angewiesen, dass alle Schaltpläne, Dokumentationen oder Reparaturanweisungen an der Maschine sind und die Fehlerbehebung anschließend sofort beginnen kann. Da dies nicht immer der Fall war, gab es häufig Verzögerungen oder längere Reparaturausfallzeiten. Ähnliche Zeitverzögerungen entstanden, wenn ein Mitarbeitender mit weniger Erfahrung zur Problembehebung an die Maschine kam und aufgrund der fehlenden Dokumentation die Reparatur nicht alleine beheben konnte. Mit der digitalen Bereitstellung aller verfügbaren Informationen für jede spezifische Anlage für mobile Endgeräte und eine Virtual Reality Brille (HoloLens) können die Reparaturzeiten verkürzt werden und auch von weniger erfahrenen Mitarbeitenden durchgeführt werden.

 

Der Nutzen

Die Servicetechnikerinnen und Servicetechniker, die für die Fehlerbehebung eingesetzt werden, haben den Nutzen in der Digitalisierung nicht nur durch eine umfangreichere Dokumentation, z.B. von Stromlaufplänen oder Betriebsanweisungen, sondern auch in der Möglichkeit, eigene Schulungsdokumentationen oder -Videos anzulegen, zum Beispiel die Kalibrierung einer ph-Sonde. Dadurch lässt sich die Erfahrung der Kolleginnen und Kollegen an jeder spezifischen Maschine nachvollziehen und durch die HoloLens-Brille an Ort und Stelle visualisieren.

Die Umsetzung

Nach der Projektplanung wurden auf dem firmeninternen SharePoint alle Dokumente der Anlagen und Maschinen abgelegt und mit den Instandhaltungsprogrammen verknüpft. Einige Dokumente mussten zu Beginn digitalisiert werden. Verfügbar gemacht wurden Maschinendokumentation und Betriebsanweisungen, zusätzlich wurden interaktive Anleitungen (Fehlerbäume) und Schulungsdokumente/-videos neu erstellt und für die entsprechende Anlage abgelegt. Die HoloLens wurde als neues Tool eingeführt und den Technikerinnen und Technikern vorgestellt. Jede Maschine bekam für die richtige Zuordnung einen individuellen QR-Code, der auf ein Metallblech gelasert und anschließend an den Anlagen angebracht wurde.

 

Ausblick in die Zukunft

Neben den vielen Lernaspekten, die das Projekt beinhaltet, wurden auch soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit gefördert. Das Unternehmen hat durch das Digitalisierungsprojekt eine Verbesserung und Beschleunigung der Reparaturprozesse erhalten. Die Smart Remote Funktion ermöglicht die digitale Einbindung weiterer Fachkräften, die nicht vor Ort sind. Zudem ist das eingeführte System offen für weitere Inhalte, die in Zukunft ergänzt und erweitert werden können.

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