Geschäftsmodell-Entwicklung in der Krise

Messen und Konferenzen wurden vertagt, Sommerfeste sowie Vereinsveranstaltungen abgesagt, Hochzeiten sowie andere privat Feierlichkeiten aufgeschoben. Mit dem ersten Lockdown im Frühjahr 2020 trafen bei dem beliebten Catering-Unternehmen „I love Mauldasch“ etliche Stornierungen ein. Das Auftragsbuch leerte sich und der Umsatz brach dramatisch ein. So etwas gab es bei dem 2013 gegründeten Unternehmen bisher nicht. Was tun, wenn der geschäftliche Alltag nicht mehr funktioniert und die Zukunft so unsicher ist, wie nie zuvor?

„Zunächst waren wir komplett hilflos“, verrät Geschäftsführer Sebastian Werner. Doch nach dem ersten Schock war für das insgesamt 17-köpfige Team von „I love Mauldasch“ klar: Wir geben nicht auf, wir halten durch, wir wollen zu den Gewinnern der Krise gehören. Was können wir dafür konkret tun? Das ganze Team überlegte, diskutierte und wägte Ideen ab. Einige wurden ausprobiert und verworfen, andere fruchteten. Zu Letzteren gehörte auch die Überlegung, die Maultaschen künftig online zu vertreiben. Kurzerhand wurde ein Online-Shop aufgebaut und dafür kräftig die Werbetrommel gerührt. Die größte Herausforderung war dabei die Organisation des Versands, da die Maultaschen zunächst als Kühlprodukt verschickt wurden. Doch mit dem richtigen Versanddienstleister gelang auch dies und die schwäbische Firma konnte Kundschaft aus ganz Deutschland mit frischen Maultaschen erfreuen.

Mittlerweile werden nicht nur frische Maultaschen, sondern auch kreative Maultaschengerichte in der Dose verkauft. Das macht das Geschäft deutlich einfacher. Außerdem hat sich die Vertriebsstrategie diversifiziert: Seit August 2020 kann man sich in Berglen am ersten Mauldasch-O-Mat rund um die Uhr mit schwäbischen Spezialitäten versorgen. Inzwischen gibt es 14 solcher Automaten. Einige Getränkehändler und Hofläden im Süden Deutschlands haben die kreativen Spezialitäten in ihr Regal aufgenommen und Firmenkunden entdecken die Produkte zunehmend als regionales Präsent.

So wandelte sich „I love Mauldasch“ von der regionalen Catering-Firma im Verlauf der Krise nach und nach zu einem deutschlandweit aktiven Händler für ausgefallene, schwäbische Maultaschenspezialitäten. Und mit den Automaten, dem Online-Shop und den regionalen Händlern nutzt das Unternehmen gleich drei spannende Vertriebskanäle. Die Zahlen zeigen, dass dies der richtige Weg zur Bewältigung der Krise war: Unabhängig von den politischen Maßnahmen ist das Unternehmen seit Mitte 2021 aus eigener Kraft wieder auf Erfolgskurs – und das ganz ohne den Umsatz aus dem ursprünglichen Geschäft.

Wie es mit dem schwäbischen Unternehmen weitergeht, bleibt spannend. Schließlich können die eingedosten Maultaschen theoretisch in die ganze Welt versandt werden. Und da nicht jede Maultasche als echte „schwäbische Maultasche“ betitelt werden darf, gäbe es hier möglicherweise Marktpotenzial…

Mehr Informationen zu I love Mauldasch auf www.ilovemauldasch.de

Quelle: Marina Maier, I love Mauldasch - Running Mhhh GmbH.

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