Ihre Belegschaft: Spiegel der Demografie
Bei demografiefester Arbeit geht es um den Erhalt und die Entwicklung der Leistungsfähigkeit aller Beschäftigtengruppen im Unternehmen. Die Betonung liegt auf „aller“: Es geht sowohl um ältere als auch um jüngere Beschäftigte. Darüber hinaus müssen sich die Betriebe auf mehr Vielfalt in den Belegschaften einstellen. Einige Stichworte für diese Herausforderungen sind: Die verstärkte Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, das Vordringen von Frauen in technische Berufsfelder und die Rücksichtnahme auf unterschiedliche Lebensentwürfe der Mitarbeitenden.
Dennoch ist es angebracht, den Fokus auf die Zielgruppe „ältere Mitarbeitende“ zu richten. Häufig handelt es sich hier um Personen, die mit ihrer Loyalität, ihrem Erfahrungswissen und ihrem Qualitätsbewusstsein einen großen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten. All dies sind gute Gründe, ältere Mitarbeitende nicht nur im Unternehmen zu halten, sondern Rahmenbedingungen zu schaffen, unter denen sie ihrer Leistungsfähigkeit entsprechend
gefördert und produktiv eingesetzt werden können.
Die Belegschaften werden immer älter. Dabei kann sich die Altersstruktur je nach regionalem Standort, der Branchenzugehörigkeit, der Berufsgruppe und der Betriebsgröße stark unterscheiden. Insgesamt ist schon in den letzten Jahren der Anteil älterer Beschäftigter gestiegen. So sind derzeit über 20 Prozent der abhängig Erwerbstätigen in Deutschland 55 Jahre und älter. Unter den Rahmenbedingungen des demografischen Wandels und der Verschiebung des Renteneintrittsalters ist in den nächsten 10 Jahren mit einer weiteren Alterung zu rechnen (Abbildung 3).
Ältere Arbeitnehmende – Wer gehört eigentlich dazu?
Eine verbindliche Angabe, ab wann Beschäftigte zu den älteren Arbeitnehmenden zählen, gibt es
nicht. Häufig werden Beschäftigte ab 50 bzw. ab 55 Jahren zu den älteren Arbeitnehmenden gezählt („50plus“). Nach einer OECD-Definition handelt es sich um Personen, die in der zweiten Hälfte ihres Berufslebens stehen, noch nicht das Pensionsalter erreicht haben und gesund bzw. arbeitsfähig sind. Die Zuordnung variiert abhängig von Branche, Unternehmen, Beruf und Tätigkeit.

https://www-genesis.destatis.de/datenbank/online/statistic/12251/table/12251-0007, eigene Darstellung.
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- © RKW Kompetenzzentrum / RKW Kompetenzzentrum – Altersstruktur der erwerbstätigen Bevölkerung (Angaben in Prozent). (Leitfaden_1_Altersstruktur.png)