Lärm – vermeiden oder reduzieren
Lärm kann zu irreparablen Schäden am Gehör führen. Dabei ist es unerheblich, ob jemand über längere Zeit dem Lärm ausgesetzt ist oder ein sehr lautes Geräusch kurzfristig auftritt. Eine einmalige, kurze Geräuscheinwirkung mit einem Spitzenschalldruckpegel von ca. 140 dB(A) kann akute Schädigungen hervorrufen. Impulsartige Geräusche und zusätzliche ungünstige Faktoren wie Schwingungen, Zwangshaltung oder Schichtarbeit erhöhen das Risiko einer Schwerhörigkeit.
Lärm erhöht zudem das Unfallrisiko, stört die Kommunikation und vermindert die Arbeitsleistung. In Kombination mit weiteren Belastungen (Hitze, Kälte, Gefahrstoffe, Zeitdruck und komplexe Aufgaben) steigt der Stresshormonspiegel, was auf Dauer zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf- und des Verdauungssystems führen kann. Die Gesetzgebung hat daher Höchstgrenzen für Lärm festgelegt, die Sie einhalten müssen.
Regelungswerke zur Lärmreduktion:
– Die Arbeitsstättenverordnung (Ziffer 3.7 Anhang zur ArbStättV) und die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV) legen verbindliche Grenzwerte fest.
– Konkretisiert werden die Anforderungen in den Technischen Regeln zur Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (TRLV Lärm).
– DIN EN ISO 11690-1 und -2: Maßnahmen zur Lärmminderung am Arbeitsplatz
Der Nutzen für Ihr Unternehmen
Die Vermeidung oder Reduzierung von Lärm unterstützt das körperliche und psychische Wohlbefinden. Ältere Arbeitnehmende sind lärmempfindlicher, die Vermeidung von Umgebungsgeräuschen beugt Unfällen und gesundheitlichen Schädigungen vor und trägt damit zur Erhaltung der Produktivität bei. Dabei wirken niedrigere Dezibelwerte oft sehr viel stärker, als man erwarten würde. Eine Verminderung des Schalldruckpegels um 10 dB(A) wird als Halbierung der Lautstärke empfunden.
So können Sie vorgehen:

Der Nutzen für Ihr Unternehmen
Technische Hilfen entlasten leistungsgewandelte oder ältere Mitarbeiter, aber sie können auch zu mehr Flexibilität führen, beispielsweise wenn so auch Frauen diese Tätigkeit ausführen können. Der richtige Umgang mit Lasten führt darüber hinaus zu einer Reduktion der Unfallzahlen.
So können Sie vorgehen:
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