Hoher Anteil an etablierten Unternehmen, niedrige Gründerquote

Ein Phänomen der Deutschen Wirtschaft?

Veröffentlicht: 27.08.2019

Projekt: GEM

Zusammenfassung: Trotz relativ geringer Gründerquote in Deutschland, gibt es viele etablierte Unternehmen, die länger als 3,5 Jahre auf dem Markt sind. Zudem geben Unternehmen in Deutschland selten ihr Geschäft auf. Erfahren Sie mehr…

Einerseits ist es für die Entwicklung einer Volkswirtschaft wichtig, junge Unternehmen und Start-ups zu haben, die wirtschaftliche Dynamik erzeugen. Andererseits sind etablierte Unternehmen als Stabilitätsfaktor des privaten Sektors elementar. Betriebe, die schon länger auf dem Markt bestehen, sorgen für hohe Beschäftigung und haben eine hohe Produktivität. Dies trifft sowohl auf Konzerne als auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu.

Europa und Nordamerika im Vergleich

© Global Entrepreneurship Research Association (GERA), Sternberg, R., Wallisch, M., Gorynia-Pfeffer, N., von Bloh, J., Baharian, A
© Global Entrepreneurship Research Association (GERA), Sternberg, R., Wallisch, M., Gorynia-Pfeffer, N., von Bloh, J., Baharian, A

Inwieweit die Langlebigkeit etablierter Unternehmen, insbesondere im Mittelstand, neue Gründungen erschweren, lässt sich anhand der Daten nicht eindeutig beantworten. Die Konkurrenz durch etablierte Unternehmen stieg in den vergangenen Jahren und viele von diesen suchen intensiv nach qualifizierten Fachkräften. Daher bieten sich für potenzielle Gründer in Deutschland vielfältige und lukrative Erwerbsalternativen im Vergleich zur Selbstständigkeit, die aufgrund der wahrgenommenen Risiken einer Gründung häufig präferiert werden.