Vorstellung des neuen Global Entrepreneurship Monitors auf dem Annual Meeting in Seoul

Veröffentlicht: 13.02.2018

Projekt: GEM

Zusammenfassung: Auf dem Annual Meeting in Seoul wurde der neue Global Entrepreneurship Monitor 2017/2018 vorgestellt. Der GEM ist das weltweit größte Forschungskonsortium zur Untersuchung und Dokumentation von Gründungsaktivitäten.

  • Die Mehrheit der Gründer weltweit wird eher von der Gelegenheit (dem Ausnutzen einer Marktchance) und nicht von der Notwendigkeit (aus Mangel an Erwerbsalternativen) angetrieben. Diese „Opportunity-Gründer“ sind mit 82,6% der Unternehmen in Nordamerika und 75,4% der Unternehmen in Europa am häufigsten anzutreffen.
  • Weltweit sind es fast 70% der Erwachsenen, die Unternehmern in ihrer jeweiligen Gesellschaft einen „hohen Status“ zuschreiben. In faktor- und effizienzbasierten Ökonomien sind es circa 65% der Erwachsenen und in innovationsbasierten Vokswirtschaften lediglich 57%.
  • Die TEA-Quote (also der Anteil all jener 18-64-Jährigen, die „werdende Gründer“ oder Gründer „junger Unternehmen“ sind) ist - bezogen auf die Gesamtheit der 18 bis 64-Jährigen - am höchsten in faktor- und effizienzbasierten Ländern (jeweils 16,4% und 14,9%). Dagegen beträgt in innovationsbasierten Volkswirtschaften die TEA-Quote nur 9,2%. Lateinamerika und Karibik zeigen hier die höchste weibliche TEA-Quote von 17%, gefolgt von Nordamerika mit 12,8%; in Europa beträgt sie hingegen nur 6%.
  • Der Anteil der Unternehmer mit mittleren bis hohen Erwartungen hinsichtlich der Schaffung von Arbeitsplätzen hervorgerufen durch die Gründung (sechs oder mehr Arbeitsplätze in den nächsten fünf Jahren) ist in Nordamerika am höchsten (29,5%), gefolgt von Asien und Ozeanien (21%) und Europa (18,5%).
  • Nach der Einschätzung von mindestens 36 Experten in den jeweiligen Ländern liegen die gründungsbezogenen Rahmenbedingungen in innovationsbasierten Ländern auf dem höchsten Niveau. Am besten wird in allen weltweiten Volkswirtschaften die „Physische Infrastruktur“, am schlechtesten die „Schulische Gründungsausbildung“ bewertet.