Die Kreissparkasse Gelnhausen ist seit 1878 im Altkreis Gelnhausen verwurzelt und mit rund 235 Mitarbeitenden an neun Standorten aktiv. Was sich in 140 Jahren nicht verändert hat: der Anspruch, nah an den Menschen vor Ort zu sein. Was sich verändert hat: die Art, wie das gelingt. Im Rahmen des Digiscouts-Projekts führte das Azubi-Team das digitale Legitimationsverfahren „Face Ident“ ein.

Von der Ideensammlung bis zum Vorstandsbeschluss: Face Ident

Zu Beginn suchte das Team systematisch nach Digitalisierungspotenzialen, brainstormte dafür zunächst im Team und brachte anschließend einen Aufruf im Intranet auf den Weg, um weitere Vorschläge aus der Belegschaft zu sammeln. Aus allen Einsendungen erarbeitete das Team eine Top 3 und präsentierte diese dem Vorstand. Die Reaktion war eindeutig: Alle drei Konzepte überzeugten. Den Ausschlag für „Face Ident“ gaben der konkrete Nutzen für die Sparkasse und ihre Kundschaft sowie der Anspruch, ein Projekt von Grund auf eigenständig aufzubauen.

Legitimation neu gedacht: von der Filiale auf das Smartphone

Bisher verlief die Legitimation meist persönlich in der Filiale: Ausweis vorzeigen, Öffnungszeiten einplanen, Zeit investieren. Auch das Video-Ident-Verfahren von zu Hause erforderte einen manuellen Prüfprozess durch Mitarbeitende. Beide Wege sind wenig flexibel und mit spürbarem Aufwand verbunden.

Mit „Face Ident“ soll das anders werden: Über eine App scannen Kundinnen und Kunden ihr Gesicht, das anschließend automatisch mit dem Ausweisdokument abgeglichen wird. Die Anwendung führt Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess: von der Kameraposition bis zur abschließenden Bestätigung. Das Ergebnis ist eine sichere, schnelle und bequeme Legitimation, ganz ohne Filialbesuch.

Flexibel, kommunikativ, hartnäckig

Das Projektteam entschied sich bewusst gegen eine starre Rollenverteilung: Jedes Mitglied packte dort an, wo gerade Arbeit anfiel. Das brachte Flexibilität, verlangte aber auch ein hohes Maß an Abstimmung. Als zwei Teammitglieder ausfielen, hielt der Rest den Zeitplan weitestgehend aufrecht. Die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen gestaltete sich teils schwierig, weil unterschiedliche Terminpläne aufeinandertrafen. Mehrfache Anpassungen des Vorstandsbeschlusses und regulatorische Anforderungen sorgten für kurze Verzögerungen, aber die wichtigsten Meilensteine erreichte das Team dennoch.

Kolleginnen und Kollegen, die direkt mit dem Team zusammenarbeiteten, begleiteten das Projekt mit positivem Feedback. Die Betreuerin der Auszubildenden stand dem Team während des gesamten Prozesses als Ratgeberin zur Seite und lieferte fachliche wie motivierende Impulse.

Unsere Auszubildenden haben im Digitalisierungsprojekt regulatorische Herausforderungen souverän gemeistert, wertvolle Projekt- und Soft Skills aufgebaut und damit einen Meilenstein in ihrer persönlichen Entwicklung gesetzt. Sie werden künftig greifbare Mehrwerte für unsere Kundinnen und Kunden schaffen.

- Annerose Debes, Kreissparkasse Gelnhausen

Ein Schritt in die digitale Zukunft

Durch das Projekt gewann das Team tiefe Einblicke in das Projektmanagement einer Sparkasse und erlebte hautnah, wie viel Koordination ein erfolgreiches Vorhaben erfordert. Mit „Face Ident“ haben die Auszubildenden nicht nur ein modernes Legitimationstool eingeführt, sie haben auch die digitale Kompetenz gestärkt, die die Kreissparkasse Gelnhausen für ihre Zukunft braucht.

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