Stellt euch doch gerne selbst und euren Betrieb vor:
Wir sind Enes, Tobias, David und Jil aus dem Digiscouts-Team. Seit dem Jahr 2024 machen wir bei der Firma Siedle eine Ausbildung in den Bereichen Fachinformatik, Softwareentwicklung und Kaufmännisches. Siedle entwickelt Kommunikationslösungen für Gebäude, vor allem Türsprech-, Video- und Sicherheitssysteme, die in Deutschland hergestellt werden.
Wie seid ihr auf eure Projektidee gekommen?
Zu Beginn unseres Projekts standen wir vor der Frage, welcher Prozess im Unternehmen durch Digitalisierung sinnvoll verbessert werden könnte. Um geeignete Ansatzpunkte zu finden, haben wir verschiedene Abteilungen besucht und gezielt nach Arbeitsabläufen gefragt, die noch manuell, unübersichtlich oder besonders zeitaufwendig sind. Im Laufe dieser Gespräche sind mehrere Ideen entstanden, die wir gemeinsam gesammelt und bewertet haben. Dabei war uns wichtig, dass unser Projekt einen echten Mehrwert für den Arbeitsalltag bietet und sich praxisnah umsetzen lässt. Nach reiflicher Überlegung haben wir uns schließlich für die Digitalisierung des ESD Check-In-Systems entschieden.
Kurz erklärt: Was bedeutet ESD eigentlich?
ESD steht für „Electrostatic Discharge", also elektrostatische Entladung. Gemeint ist die kurze Entladung von statischer Elektrizität, die zum Beispiel entsteht, wenn man über einen Teppich läuft und danach eine Türklinke berührt. Für Menschen ist das meist nur ein kleiner, harmloser Piks – für empfindliche elektronische Bauteile in der Produktion kann eine solche Entladung jedoch ausreichen, um sie dauerhaft zu beschädigen. Deshalb tragen Mitarbeitende in sensiblen Produktionsbereichen spezielle ESD-Ausrüstung, etwa Armbänder oder Schuhe, die die elektrostatische Ladung sicher ableiten. Ob diese Ausrüstung korrekt funktioniert, wird regelmäßig geprüft – genau hier setzt unser Projekt an.
Welches Ziel verfolgt ihr mit eurem Digiscouts-Projekt?
Derzeit müssen Mitarbeitende ihre ESD-Ausrüstung täglich mit dem PGT 120 (siehe Video) überprüfen. Die dafür vorgesehene Dokumentation erfolgt jedoch größtenteils manuell und wird oft vergessen. Eine automatische Kontrolle existiert nicht, wodurch der Prozess unübersichtlich und fehleranfällig ist. Ziel unseres Projekts ist es, diesen Ablauf zu digitalisieren. Künftig soll die Anmeldung am Prüfplatz über einen persönlichen Chip erfolgen. Das Prüfergebnis wird automatisch angezeigt und in einer Datenbank gespeichert, sodass jederzeit nachvollziehbar ist, wer sich wann geprüft hat. Dadurch wird der ESD Check-In deutlich effizienter, transparenter und zuverlässiger.
Was hat euch am meisten Spaß und Freude während des Projekts bereitet?
Am meisten Spaß gemacht hat uns die Teamarbeit während des Projekts. Wir haben uns gegenseitig unterstützt, Ideen ausgetauscht und gemeinsam Lösungen erarbeitet. Besonders interessant war es, sich mit einem neuen Thema zu beschäftigen und einen bestehenden Prozess selbst zu digitalisieren. Dabei konnten wir viel Neues lernen und praktische Erfahrungen sammeln, was das Projekt für uns besonders spannend und abwechslungsreich gemacht hat.
Wie geht es nach dem Abschluss von Digiscouts mit dem Projekt weiter?
Auch nach dem Ende von Digiscouts wird das Projekt weitergeführt. Wir möchten das ESD Check-In-System weiter optimieren und verbessern, bis es zuverlässig und benutzerfreundlich funktioniert. Anschließend soll das System dauerhaft in allen Montage- und Produktionsbereichen eingeführt werden, damit sichergestellt ist, dass die ESD-Tests konsequent und mit hoher Sicherheit durchgeführt werden.
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