So bewertet der Mittelstand die Auswahlkriterien für eine Zusammenarbeit

Ein Beitrag aus der Studie "Mittelstand meets Startups 2018"

Handschlag Zusammenarbeit

Veröffentlicht: 09.10.2018

Projekt: Startup meets Mittelstand

Zusammenfassung: "Auswahlkriterien für eine Zusammenarbeit" ist das Thema des 4. Kapitels der Studie "Mittelstand meets Startups 2018 - Potenziale der Zusammenarbeit". Erfahren Sie dazu mehr im folgenden Artikel.

Für das Zustandekommen von Kooperationen spielen mehrere Kriterien eine besondere Rolle. Eine im Vorfeld bestehende persönliche Beziehung zum Startup-Gründer ist aus Sicht von mehr als der Hälfte der KMU ein wesentlicher Faktor für eine Zusammenarbeit. Dieser Aspekt ist sowohl bei kleinen als auch großen KMU in gleichem Maße relevant.

Während bei der Befragung 2016 jedes vierte KMU eine Kooperation mit Startups ablehnte, deren Gründer jünger als 25 Jahre sind, lehnen 2018 nur 11 Prozent eine solche Kooperation ab. Größere KMU achten ein wenig stärker auf ein Mindestalter der Gründer als Unternehmen mit weniger Mitarbeitern.

Für das Zustandekommen einer Kooperation ist ein persönlicher Kontakt im Vorfeld besonders
wichtig. Ein Drittel der KMU gibt an, nur Startups mit Firmensitz in Deutschland ins Auge zu fassen.

Etwas mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen würde nur mit
Startups mit einem Firmensitz in Deutschland zusammenarbeiten. Ein größerer Teil der KMU steht einer internationalen Zusammenarbeit jedoch offen gegenüber. Insbesondere Unternehmen aus der Chemie- und Pharmabranche denken in dieser Hinsicht über die Landesgrenzen hinweg. Erwartungsgemäß sind große KMU ein wenig offener für internationale Geschäftsbeziehungen. 75 Prozent der KMU mit 250 bis 500 Mitarbeitern kann sich eine Kooperation mit einem Startup im Ausland vorstellen.


Gründer mit Eigenfinanzierung haben gegenüber Startups mit einem oder mehreren externen Geldgebern kaum Nachteile zu befürchten. Ein Viertel der KMU legt Wert darauf, dass ein Startup mindestens einen externen Geldgeber an der Seite hat. KMU mit 250 bis 500 Mitarbeitern legen im Vergleich etwas weniger Wert auf externe Finanzierungspartner der Startups.

Zudem müssen die Startup-Gründer aus Sicht der meisten KMU über keine langjährige Branchenerfahrung verfügen – für 47 Prozent der KMU stellt dies keinen Ausschlussgrund für eine Kooperation dar. Sehr kleine KMU mit bis zu neun Mitarbeitern legen auf Branchenerfahrung bei einem Startup am wenigsten Wert. Ebenfalls spielt die räumliche Nähe der Startups für KMU nur eine untergeordnete Rolle. Es ist dennoch zu vermuten, dass sich ein nicht unerheblicher Anteil des Netzwerkes der KMU in regionaler Nähe zum Firmenstandort befindet und vor Ort ein persönlicher Kontakt gepflegt wird.

Dr. Matthias Wallisch

Dr. Matthias Wallisch

Die Studie "Mittelstand meets Startups 2018: Potenziale der Zusammenarbeit" basiert auf einer Umfrage zum Kooperationsverhalten zwischen mittelständischen Unternehmen und Startups. Die Publikation steht über folgendem Link als Download zur Verfügung oder kann kostenfrei bestellt werden.