Mittelstand vs. Startup - Dimensionen der Zusammenarbeit

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Veröffentlicht: 16.07.2018

Projekt: Startup meets Mittelstand

Zusammenfassung: Im zweiten Teil unseres Ergebnis-Reports zum Global Brainstorm "Mittelstand vs. Startup" beleuchten wir verschiedene Faktoren, die funktionieren müssen, damit ein Zusammenarbeit erfolgreich sein kann.

Wille vs. Fähigkeit

Können vs. Lernen

Tipp

Geschwindigkeit vs. Fokus

Startups erwarten, dass Veränderungen schneller passieren, als dies bei ihren mittelständischen Partnern möglicherweise üblich ist. Das betrifft vor allem die Ambition, Innovationen schnell an den Markt zu bringen. Mittelständler fokussieren sich oft auf das bestehende Geschäft. Die Entwicklung des gegenseitigen Verständnisses, das darauf abzielt, den Bedürfnissen und Erwartungen des jeweils anderen entgegen zu kommen, wird oft vernachlässigt und die Notwendigkeit für Kompromisse wird zu Beginn oft nicht in Betracht gezogen.

Prozess vs. Menschen

Klare Handlungsanweisungen und einfach zu befolgende Richtlinien, mit denen man den Prozess für Innovation und Kooperation von Mittelstand und Startups strukturieren kann, wären für alle Beteiligten wünschenswert. Aber in jeder Kooperation müssen zunächst Menschen mit verschiedenen Hintergründen, Wertvorstellungen und unterschiedlichen Ideen zusammenfinden, um eine gemeinsame Basis aufzubauen. Deshalb ist ein zu striktes Regelwerk in der Praxis zum Scheitern verurteilt.

Zeit vs. Vertrauen

Es ist leicht, Einstellung, Ethos, Kultur, Teamwork und Kommunikation als weiche Faktoren abzutun. Verträglichkeit und Ähnlichkeit der Denkweisen sind aber wichtige Elemente für den Erfolg einer Kooperation.

Alt vs. Jung

Verbindung vs. Validierung

Neben der menschlichen Komponente ist eine realistische Einschätzung der Erfolgschancen wichtig. Genauso wichtig wie eine gute Beziehung ist darum für eine erfolgreiche Kooperation die vorhandene Marktvalidierung der neuen Idee.

Langfristig vs. Kurzfristig

Weiterbildung vs. Bewusstsein

Bildungseinrichtungen und Universitäten spielen eine wichtige Rolle bei der Weiterbildung von Unternehmen. Handelskammern, öffentliche Organisationen oder Wirtschaftsförderungen sollten ebenfalls wissen, wie sie Unternehmen helfen können, Kompetenzdefizite zu schließen.

  • Eine engere Verbindung zwischen Mittelstand und Bildungseinrichtungen, Universitäten sowie öffentlichen Einrichtungen sollte angestrebt werden.
  • Unternehmerische Fähigkeiten wie Verhandlungsführung und strategische Positionierung sollten früh gelehrt werden.
  • Bereiche identifizieren, die verbessert werden können (z.B. IT oder HR) und entsprechende diagnostische Werkzeuge erstellen
  • Bildungseinrichtungen und Unternehmen sollten Partnerschaften für Wissensaustausch fördern.
  • Integration von Mittelstand und Startup in die akademische Forschung
  • Aufbereitung von Fallstudien, Erfolgsgeschichten und Rollenvorbilder
  • Organisation von Veranstaltungen und Förderung des Dialogs
  • Implementierung von Programmen wie Acceleratoren, die sich an den Mittelstand und Startups gemeinsam richten
  • Plattformen zur Weiterentwicklung von Problemen, für die Lösungen gesucht werden