Gründerinnen und Gründer in Deutschland bewerten die Wachstumserwartungen für ihre Unternehmen etwas häufiger als „viel höher“ oder „höher“ als noch vor einem Jahr und auch als etablierte Unternehmerinnen und Unternehmer im Mittelstand. Sie setzten in der Produkt- und Dienstleistungserstellung auch häufiger Technologie- und Prozessinnovationen ein, die neu für Deutschland oder den Weltmarkt sind. Zudem erwarten Gründerinnen und Gründer häufiger ein hohes Arbeitskräftewachstum. Das GEM-Team Deutschland präsentierte diese Ergebnisse auch im Rahmen des „International Roundtable – The Future of SMEs" des IfM Bonn am 21. Oktober 2026. Der GEM Länderbericht Deutschland wird jährlich vom RKW Kompetenzzentrum und dem Thünen-Institut für Innovation und Wertschöpfung in ländlichen Räumen erstellt.

Die Daten des GEM Länderberichts Deutschland 2025/26 zeigen, dass die Gründerinnen und Gründer hierzulande vergleichsweise positiv in die Zukunft blicken. Von ihnen haben 27 Prozent eine höhere oder sogar viel höhere Erwartung an das Wachstum ihres Unternehmens als noch vor einem Jahr. Bei den Unternehmerinnen und Unternehmern im Mittelstand ist der Anteil der Personen, die viel höhere oder höhere Wachstumserwartungen haben, mit 21 Prozent etwas niedriger.

Gründerinnen und Gründer sind (etwas) innovationsorientierter

Gründerinnen und Gründer sind stark darin, neue Ideen in die Wirtschaft einzubringen: 15,1 Prozent wenden bei der Erstellung von Produkten oder Dienstleistungen neue Technologien oder Prozesse an (oder planen es), die für Deutschland oder den Weltmarkt eine Innovation darstellen. Auch die Unternehmerinnen und Unternehmer im Mittelstand sind innovationsorientiert. Bei ihnen liegt der Anteil bei 13,9 Prozent.

Gründerinnen und Gründer erwarten häufiger hohe Arbeitsplatzzuwächse

„Ein hohes Beschäftigungswachstum“ ist im GEM defi­niert als die Planung, innerhalb der nächsten fünf Jahre mindestens zehn zusätzliche Personen zu beschäftigen und die Anzahl der Beschäftigten um mindestens 50 Prozent oder mehr zu steigern. Von den Gründerinnen und Gründern erwarten 15 Prozent ein solch hohes Beschäftigtenwachstum. Bei den Unternehmerinnen und Unternehmern im Mittelstand sind es mit 13 Prozent etwas weniger.

Wachstumsorientiertes und innovatives Unternehmertum auch Thema beim „International Roundtable – The Future of SMEs" des IfM Bonn

Am 21. Oktober 2026 fand der „International Roundtable on SMEs“ des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn zum Thema „The Future of SMEs“ als Online-Veranstaltung statt. Das GEM-Team Deutschland präsentierte hier Ergebnisse des GEM und verdeutlichte, welche Impulse für die deutsche Wirtschaft von Gründungen ausgehen. Viele Gründerinnen und Gründer von heute bilden den Mittelstand von morgen. Ihre Ideen tragen dazu bei, dass Deutschland seine ökonomische Wettbewerbsfähigkeit beibehält und stärkt.

Der GEM definiert Gründerinnen und Gründer als Personen zwischen 18 und 64 Jahren, die in den letzten dreieinhalb Jahren vor der Befragung ein Unternehmen gegründet haben oder in den vergangenen zwölf Monaten dabei waren, eine Unternehmensgründung vorzubereiten. Unternehmerinnen und Unternehmer im Mittelstand sind Personen zwischen 18 und 64 Jahren, die ein mindestens 3,5 Jahre altes Unternehmen besitzen und führen, dass der KMU-Definition des IfM Bonn entspricht.

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