Von großen Vorbildern lernen - Nachmachen erlaubt!

Veröffentlicht: 07.10.2019

Projekt: DiKoBau

Zusammenfassung: Implenia ist das führende Bau- und Baudienstleistungsunternehmen der Schweiz mit einer starken Stellung im Infrastrukturmarkt in Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweden und Norwegen sowie bedeutenden Aktivitäten im deutschsprachigen Hoch- und...

Implenia hat schon vor Jahren erkannt, dass BIM eine durchgängige Arbeitsweise ermöglicht, Schnittstellen bedient, die Transparenz erhöht und Projekte so termin- und kostengerecht abgewickelt werden können. Dieser heute oft zitierte Mehrwert wurde damals nur von einer kleinen Minderheit in der Branche gesehen.
Als klassischer Generalunternehmer (GU) mit starkem Fokus auf Immobilienlösungen – von der Entwicklung und Planung über Neubau oder Sanierung bis zum Betrieb – spielt für Implenia das integrale Planen und Bauen eine zentrale Rolle. Professioneller Umgang mit Immobilien erfordert eine ganzheitliche Betrachtung der Prozesse im Lebenszyklus. Darauf haben wir uns ausgerichtet.
Alle Projektbeteiligten arbeiten interdisziplinär mit einem gemeinsamen Projektverständnis zusammen. Das verbessert die Kommunikation, verringert Missverständnisse und fördert schnellere Entscheidungen.
BIM ist für Implenia tägliche Realität in vielfältigen Einsatzbereichen: Das Unternehmen bringt BIM sowohl im Hochbau als auch in Infrastrukturprojekten erfolgreich zur Anwendung –  vom Akquiseprozess über die Planungsphase bis auf die Baustelle. Noch bildet der Stand der BIM-Durchdringung nicht bei allen operativen Einheiten die komplette Prozesskette ab.

Die Digitalisierung von vorneherein als Chance verstehen und nutzen

Das Unternehmensziel ist es, die fundamentalen Veränderungen in der Bauindustrie zum Vorteil unserer Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre zu nutzen. Dazu muss Implenia sowohl den Fokus auf Innovation verstärken als auch entsprechende Investitionen tätigen.
Den Ausbau der Technologien im Bereich digitales Bauen und BIM führt das innovative Unternehmen fort. Ein neuer ‚Innovation Hub‚ wird sich auf zukunftsträchtige Geschäftsmodelle und die digitale Entwicklung konzentrieren. Implenia fördert deshalb vielversprechende Nischenangebote und baut die attraktivsten weiter aus. Und nicht zuletzt treibet das Unternehmendie integrale Projektabwicklung und industrielle Bauweise voran, insbesondere in der Projektentwicklung und im Hochbau.
Das neu gegründete Kompetenzzentrum ‚Project Excellence & Services (PES)‘ fordert und fördert Methoden und Innovationen, um die optimale Entwicklung der Projekte in der gesamten Implenia-Gruppe zu gewährleisten. PES vereint hierbei Themen wie BIM, LEAN Construction, Prozess- und Risikomanagement, Nachhaltigkeit und Arbeitssicherheit in einer gemeinsamen Organisationsstruktur, welche ein interdisziplinäres Zusammenarbeiten am Bauprojekt zur Bedingung macht.

Unsicherheiten können durch den interdisziplinären Austausch beseitigt werden

Die digitalen Möglichkeiten in der Industrie und nun auch in der Bauwirtschaft sind allgegenwärtig. Viele Unternehmen haben erkannt, dass sie ohne den Einsatz digitaler Methoden in den nächsten Jahren nicht mehr konkurrenzfähig sein werden. Das schürt auch Ängste. Ängste vor technologischem Wandel und sich verändernden Geschäftsmodellen. Die Frage, wie die Digitalisierung letztendlich das jeweilige Unternehmen beeinflusst und im Idealfall noch wirtschaftlicher machen soll, schafft große Unsicherheit.
Interdisziplinärer Austausch bedeutet immer auch, eigene Arbeitsabläufe umzustellen und offen zu legen. Zum einen entsteht hier zu Beginn der Umstellung auf eine engere und kooperativere Zusammenarbeit ein gewisser Mehraufwand, um anderen Projektbeteiligten Informationen kontinuierlich zukommen zu lassen und sich regelmäßig abzusprechen. Zum anderen ist die daraus abgeleitete Transparenz nicht jedem recht, da die eigene Arbeitsweise hierbei ständig durch die anderen Projektbeteiligten auf dem Prüfstand steht. Kollaboration ist noch keine Selbstverständlichkeit in der auf Arbeitsteilung gepolten Baubranche. Im Unternehmen begleitet Implenia deshalb diesen Veränderungsprozess sehr intensiv.

Die Digitalisierung führt nicht zu Personaleinsparungen, im Gegenteil, Sie werden mehr qualifizierte Mitarbeiter benötigen

Die Einführung hat intern nicht zu „Rationalisierungsprozessen“ im Sinne von Personaleinsparungen geführt. Im Gegenteil. Derzeit wird die Projektabwicklung mit BIM durch zwei neue Rollen ergänzt: Der BIM-Manager treibt die BIM-Implementierung im Unternehmen voran und überwacht den BIM-Prozess im Projekt. Der BIM-Koordinator organisiert den Informationsfluss zwischen den Projektbeteiligten, führt die einzelnen Fachmodelle in einem Koordinationsmodell zusammen und ist für die Vorgaben und Einhaltung eines projektspezifischen BIM-Abwicklungsplans verantwortlich. Diese neu aufgetretenen Job-Profile werden in Zukunft jedoch wieder mit den Rollen des bestehenden Projektteams verschmelzen, wenn in einigen Jahren der Einsatz von BIM obligatorisch geworden ist.

Tätigkeiten und Aufgaben im Unternehmen können sich verändern

Tätigkeiten und Aufgaben haben sich durch den Digitalisierungsprozess und die Einführung von BIM verändert, denn Software Kenntnisse sind nur ein Teil der Voraussetzung, um in einem BIM-Projekt erfolgreich zu sein. Zudem wird es in Zukunft auf Kommunikations- und Management-Qualitäten ankommen, welche im Projekt unter Beweis gestellt werden müssen. Der Fokus liegt bei BIM auf der Vernetzung und Bereitstellung der projektbezogenen Daten, was zwingend eine kooperative und strukturierte Projektarbeit des ganzen Teams voraussetzt. Wer sich neuen Technologien und Veränderungen in der eigenen Arbeitsweise nicht verschließt, kann bedenkenlos in die Zukunft blicken. Darüber hinaus ist Implenia als Unternehmen, das in der Digitalisierung vorne mit dabei ist und eine eigene Forschungs- und Entwicklungs-Kompetenz hat, bei jungen Leuten sehr attraktiv.

Welche Voraussetzungen mussten dafür geschaffen werden?

Schulungen organisiert das Unternehmen alle intern, das setzt natürlich voraus, dass entsprechende Kompetenzen aufgebaut werden. Das intern zu organisieren und anzubieten senkt die Hemmschwelle für die Mitarbeitenden und die Rückkopplung kann für die Weiterentwicklung des Programms optimal genutzt werden.

Folgende Formen der Mitarbeitereinbindung (Partizipation) konnten erfolgreich genutzt werden

Das hat sich bewährt: Modular und nutzungsspezifisch schulen

Das Schulungspaket von Implenia ist modular aufgebaut:

1. Regelmäßige Einführungsschulungen für den Einstieg

2. Anwenderschulungen als Basis für den selbstständigen Einsatz im Projekt

3. «Training on the Job» als zentrales Befähigungsinstrument

4. Individualprogramme zum «On Boarding» angehender BIM-Professionals

Tipps zur Digitalisierung und speziell zur Einführung von BIM

Eine gute Marktsondierung ist sehr wichtig! Lassen Sie sich gegebenenfalls von Externen beraten, aber Vorsicht, es gibt viele schwarze Schafe. Viele Innovationen gibt es bereits auf dem Markt, eigene Entwicklungen lohnen sich erst ab einer bestimmten Unternehmensgröße. Ein wichtiger Aspekt: Die Mitarbeiter immer gut informieren und mitnehmen – das hilft, Ängste abzubauen. Und mindestens ebenso wichtig ist, sie möglichst schnell eigene Projekterfahrung sammeln zu lassen.