Von den eigenen Interessen zur Geschäftsidee

Workshop zum Unternehmerischen Denken an der Uni Stuttgart

Veröffentlicht: 03.07.2019

Projekt: Entrepreneurship Education

Zusammenfassung: Workshop "In 7 Schritten zum unternehmerischen Denken" des RKW-Teams "Unternehmergeist erleben!" an der Universität Stuttgart.

Am Mittwoch den 5. Juni 2019 war das RKW-Projektteam „Unternehmergeist erleben!“ Gast an der Universität Stuttgart und führten den  Workshop „In 7 Schritten zum Unternehmerischen Denken“ durch. Auch ich war als neues Mitglied des Teams zum ersten Mal bei solch einem Workshop dabei. Dieser richtete sich an eine Gruppe von zwölf Lehramtsstudierenden der Universität Stuttgart. Der Workshop diente dazu, den Studierenden dieses Tool zu vermitteln, damit sie es später im Unterricht mit ihren eigenen Schülern durchführen können. So soll künftigen Schülergenerationen nicht nur das Gründen an sich näher gebracht werden, sondern auch das handlungs- und lösungsorientierte Denken  gefördert werden.

Um einen Einstieg in das Thema zu erhalten, stellte Armin Baharian zunächst einen allgemeinen kurzen Überblick über aktuelle Entwicklungen im Unternehmens-und Organisationsumfeld dar.

Daraufhin ging es an den Workshop an sich. Aufgrund der diesmal nur begrenzt zur Verfügung stehenden Zeit testeten wir das Modul an und beschränkten uns auf die wichtigsten Schritte des Moduls:

  1. Persönlichkeit
  2. Interessen
  3. Idee entwickeln
  4. Kurzpräsentation

Um eine Grundlage für mögliche Geschäftsideen zu schaffen, beschäftigten sich die Studierenden als erstes mit ihren Persönlichkeitseigenschaften und eigenen Interessen. Aufbauend auf diese Erkenntnisse wurden Gruppen entsprechend nach den Interessen gebildet. Dabei entstanden die Gruppen Sport, Gesundheit, Management und Reisen.  In diesen Gruppen ging es nun darum, eine Unternehmensidee zu entwickeln. Dafür sollten sie zunächst ein Problem in ihrem Interessensfeld identifizieren. Die Probleme richteten sich dabei teilweise auf aktuelle Probleme aus dem Umfeld der Studierenden. Danach ging es um die Lösung des zuvor identifizierten Problems, die Entwicklung einer Geschäftsidee. Dabei entstanden bereits sehr ausgereifte Ideen. 

Studierende beim RKW-Workshop(© Katrin Cremers - RKW Kompetenzzentrum)

In der Gruppe „Sport“ entstand die Idee, eine App zu entwickeln, um Menschen leichter für gemeinsamen Sport verbinden zu können. Die Idee entstand aus der Not heraus, da die Sporthalle der PH Ludwigsburg derzeit nicht benutzt werden kann. Die Gruppe „Management“ nahm Unternehmen, deren Bewertungen durch Mitarbeiter auf Online-Portalen absinken, in den Blick. Die Lösung stellte eine spezifische Form Beratung, mit wissenschaftlichem Hintergrund dar, um das Problem zu evaluieren und Maßnahmen zu entwickeln, um die Mitarbeitermotivation wieder zu erhöhen. Die Gruppe „Gesundheit“ konzentrierte sich auf Alleinerziehende mit Kindern im Alter von 0-14 Jahren. Sie wollten eine App entwickeln, in der man die (Krankheits-)Symptome des Kindes angeben kann und anschließend eine Empfehlung bezüglich eines Arztbesuches erhält.

Aufbauend darauf sollten die Gruppen sich anschließend ihren Kundenkreis vorstellen und ihn greifbar machen. Dabei spielen Faktoren wie Geschlecht, Alter, Einkommen, Interessen und Hobbys eine wichtige Rolle. Dies ist wichtig, da das Angebot sowie das Marketing nach diesem Kunden ausgerichtet werden sollen. Es entstanden bereits einige Marketingideen, im Zuge derer wurde nochmals deutlich gemacht, dass es sehr wichtig ist, zunächst eine spezifische Nutzergruppe zu bestimmen. Denn ist die Kundengruppe zu groß, steigt die Gefahr der Streuverluste und umso geringer werden die sogenannten „Heftkontakte“. Außerdem kommt hier die Kostenfrage im puncto Marketing ins Spiel, denn dieses auf eine große Gruppe auszurichten ist teurer als spezifisch Marketing zu betreiben. Abschließend präsentierten die Gruppen in einem Mini-Pitch ihre Ideen. Im Anschluss diskutierten die Schüler mit uns und konnten so noch offene Fragen klären.

Trotz Kürzung des Workshops war die Zeit knapp, die Studierenden hätten sich gerne noch intensiver mit dem Thema beschäftigt. Der Workshop stieß folglich auf positive Resonanz, die Studierenden würden ihn später gerne in ausführlicher Form in ihrem Unterricht einsetzen.