Erfolgreicher Auftakt der RKW-Workshop-Reihe: Gründerökosystem stärken

Gruppenarbeit der Teilnehmenden

Veröffentlicht: 24.03.2016

Projekt: Gründerökosysteme

Zusammenfassung: Erfolgreicher Auftakt der RKW-Workshop-Reihe zur Stärkung von Gründerökosystemen - diesmal mit Wirtschaftsförderern. Überblick über Inhalte und Ergebnisse.

Am 4. März fand bei uns in Eschborn unser erster Workshop der Reihe "Ihr Gründerökosystem stärken" statt. Knapp 30 Wirtschaftsförderer aus ganz Deutschland, aber auch aus der Rhein-Main-Region, verbrachten den Tag damit,  sowohl den Erfahrungen der Impulsgeber zu lauschen als auch sich aktiv auszutauschen und Ihr Gründerökosystem ein Stück weit zu analysieren. Dieser erfolgreiche Workshop stellt den Auftakt einer Reihe an Events dar: Der nächste Termin, insbesondere für Gründer- und Technologiezentren gedacht, ist der 9. Juni 2016.

Was war der Inhalt? Der Gründerökosystem-Ansatz

Welche Faktoren und Rahmenbedingungen kennzeichnen erfolgreiche Gründungsregionen?  In diesem Zusammenhang werden immer wieder eine Reihe von „Zutaten“ genannt, die in der richtigen Mischung zum gewünschten Ergebnis führen: Es geht um das Zusammenwirken von Talenten, Investoren, Unternehmen und ambitionierten Gründern, die über Netzwerke in regem Austausch zueinander stehen. Hinzu kommen förderliche Rahmenbedingungen und eine Reihe von positiven Standortfaktoren. Die Dosierung und die Kausalketten sind häufig jedoch nicht klar nachvollziehbar und variieren außerdem mit dem regionalen Kontext. Hieraus resultiert eine große Herausforderung für die Gestaltung öffentlicher Fördermaßnahmen. Der Gründerökosystem-Ansatz bietet für regionale Stakeholder eine Orientierung.

Kurzvorstellung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer

Zu Beginn des Workshops am Morgen wurden alle Teilnehmenden gebeten, sich kurz mit Namen und Herkunftsregion vorzustellen und ihr größtes Interesse beim Thema Gründerökosystem im Modellschema des RKW Komptenzzentrums zu markieren (siehe Foto).

Neben dem (selbstverständlichen) Schwerpunkt Unterstützung und Infrastruktur, dem „Heimatbereich“ der Wirtschaftsförderer, lag das Interesse vor allem bei der Gründerszene selbst und den Themen im ihrem unmittelbaren Umfeld wie Inspiration, Trends und erfolgreiche Gründerinnen und Gründer. Sie besser kennenzulernen, ist also ein Hauptinteresse der teilnehmenden Wirtschaftsförderer.

Übersicht über die Interessen der Teilnehmenden RKW Kompetenzzentrum)
Gruppenarbeit der TeilnehmendenRKW Kompetenzzentrum)

Erste Ergebnisse und neue Erkenntnisse

In der ersten Übung des Tages sollten die Teilnehmenden jedes Element ihres Gründerökosystems kurz in den Blicke nehmen. Dazu hatte das Team des RKW Kompetenzzentrum einen kurzen Fragebogen erarbeitet, den die Teilnehmer in  gegenseitigen Interviews mit einem Partner beantworten sollten. Anschließend sollte jeder Beteiligte aufschreiben, welche neuen Erkenntnisse durch diese Übung zu ihrem Gründerökosystem gewonnen werden konnten, wo sie Stärken und Schwächen ihres Gründerökosystems sehen und welche Themen sie vermisst haben.

Bei den neuen Erkenntnissen stand vor allem eines im Vordergrund: die Notwendigkeit einer besseren Vernetzung. Neben dem generellen Wunsch nach besseren Netzwerken liegt vielen Wirtschaftsförderern am Herzen, die Gründer mit Unternehmen oder Wirtschaftsförderern selbst zusammenzubringen oder auch Gründern Orte zur Vernetzung zu bieten.

Stärken und Schwächen der analysierten GründerökosystemeRKW Kompetenzzentrum)

Ideen & Tipps zur besseren Vernetzung

Um die Ergebnisse der ersten Übung weiter zu bearbeiten, wurden in der zweiten Übung am Nachmittag fünf Diskussionsrunden mit je sechs Personen gebildet. In diesen Gruppen wurden für die genannten Schwäche neue Ideen und Tipps generiert.

Zum Aspekt "bessere Vernetzung" sind unter anderem folgende Vorschläge entstanden:

  • Einführung von Lotsendienste, die Gründer an kompetente Ansprechpartner verweisen
  • Zusammenführung von Bottom-up-Bewegungen (z. B. Co-Working-Cafés) und Top-Down-Förderung. Dadurch können Authentizität, Know-how und Strahlkraft gewonnen werden (z. B. durch Sponsoring). Die Bottom-up-Events dürfen jedoch nicht in ihrem Charakter verändert werden.
  • Durchführen von Speeddating-Events
  • Hervorheben von Vorbildern und Fallbeispiele, diese können Gründern helfen und das Verständnis für sie erhöhen
  • (Online)Plattformen für die Akteure schaffen (z. B. Startup-Map)
Zusammentragen der Ergebnisse der einzelnen GrupennarbeitenRKW Kompetenzzentrum)