Geschäftsmodelle 4.0 im Mittelstand: Erfahrungen und Thesen

Veröffentlicht: 13.06.2018

Projekt: WeDigi

Zusammenfassung: Nachbericht zu unserer Roadshow "Ihr Geschäftsmodell 4.0" im Frühjahr

  • Was Digitalisierung oder 4.0 mit dem Geschäftsmodell zu tun haben, erschließt sich nicht sofort, aber auf den zweiten Blick schon, denn wenn man an einem Schräubchen dreht, wirkt sich das eben auf das ganz Getriebe aus. Betrachtet man die einzelnen Elemente des Geschäftsmodells (also z.B. die Prozesse) und die dortigen Ansatzpunkte für Digitalisierungsprojekte (also z.B. Automatisierungs- und Vernetzungsmöglichkeiten) ist das interessant, richtig spannend wird es aber erst bei ihrem Zusammenspiel (also z.B. durch eine höhere Transparenz beim Kunden als neuen Wettbewerbsvorteil).
das "Digitalisierungs-Cockpit" des RKWRKW Kompetenzzentrum)
Beispiel: das Geschäftsmodell der Firma NespressoRKW Kompetenzzentrum)
  • Ob Website-Relaunch oder ausgeklügelte Online-Vermarktungsstrategie, ob digitale Rechnungsstellung oder komplett automatisierte, vernetzte Produktionsprozesse:  Digitalisierung ist ein breites Feld und man kann sich vortrefflich darüber streiten, wie man seine Grenzen absteckt. Entscheider im Mittelstand definieren es ganz individuell für ihr Unternehmen – also praktisch, nicht theoretisch. Einen Überblick über solche Digitalisierungsprojekte finden Sie in unserem Digitalisierung-Cockpit.
  • Auch wenn Beispiele, wie andere es machen, inspirierend und spannend sind, sind die Lösungen und Wege, die Unternehmen in die Digitalisierung finden (oder eben auch nicht), höchst individuell. Patentrezepte reichen hier nicht weit – nicht mal auf Branchenebene. Es kristallisieren sich zwar Trends heraus (wie gestiegene Kundenanforderungen und Marktbereinigung im Malerhandwerk), aber die entsprechenden Lösungen sind höchst unterschiedlich (wie automatisierte Prozesse, Social Media-Strategien oder die Entwicklung intelligenter Farben). Mehr dazu auch auf www.digitalisierungs-cockpit.de.   
  • „Die Mitarbeiter mitnehmen“ ist ein Aspekt, der im Zusammenhang mit diesem, aber eigentlich jedem Thema auftaucht, das größere Veränderungen von Unternehmen anschieben kann. Es scheint vielen selbstverständlich, aber das macht es offensichtlich nicht leichter. Viele Entscheider sehen hier einen wichtigen, wenn nicht sogar DEN veränderungswirksamen Faktor. Auch wir sind an dem Thema dran: ein Tool, mit dem wir in diesem Zusammenhang oft arbeiten ist das „Innovationsparadoxon“. Mehr zur „Führung im Zeitalter der Digitalisierung“.
  • Und unabhängig vom konkreten Thema: Geschäftsführer kleiner und mittlerer Unternehmen profitieren sehr von dem offenen Austausch untereinander. Mit vielen Managementfragen fühlen sie sich im Geschäftsalltag eher allein. Impulse auf Augenhöhe sind gefragt, keine Vorträge mit erhobenem Zeigefinger. Eine solche Gelegenheit bietet sich beispielsweise bei unserem nächsten Netzwerktreffen „Ideen sind ein guter Anfang – Geschäftsmodelle im Mittelstand“ am 11. September 2018.