Drohnen für die Bauwirtschaft einsetzen

Preisträger im Wettbewerb Auf IT gebaut zeigt Lösung

Günter Blochmann

Günter Blochmann

Veröffentlicht: 02.09.2016

Projekt: Auf IT gebaut

Zusammenfassung: Die neue Herangehensweise der Kombination der Bauwerksinspektion mit unbemannten Fluggeräten und mit 3D-Bauwerksinformationsmodellen - dieser innovative Ansatz kann für praktische Aufgaben bis hin zur Instandsetzung genutzt werden.

Hochauflösende Luftbilder von Drohnen - also von unbemannten Fluggeräten - können für die Bauwirtschaft gute Dienste leisten. Durch photogrammetrische Auswertung können z. B. digitale Geländemodelle, Höhenkurvenpläne, maßstäbliche Luftbilder oder Volumenberechnungen durchgeführt werden. Die Anwendungsbereiche reichen von Foto und Videodokumentation von Baustellen oder bestehenden Bauwerken bis zur Architekturvermessung oder der Visualisierung von Immobilien.

Ein weiterer interessanter Anwendungsbereich ist die Inspektion von Bauwerken. Durch ein kontinuierliches Bauwerksmonitoring während der gesamten Nutzungsphase kann die Lebensdauer der Bauwerke erheblich gesteigert werden. Die Zustandsermittlung kann allerdings schnell hohe Kosten und logistischen Aufwand verursachen, insbesondere wenn es sich um große und nur schwer zugängliche Bauwerke, wie z. B. Brücken, Staudämme oder Türme handelt. Kosten und Aufwand lassen sich bei der Schadensermittlung mithilfe einer Drohne minimieren. Eine weitere Zeit- und Kostenersparniss ergibt sich, wenn der Flugplan der Drohne im Vorfeld optimieret wird. Alric Frühauf Preisträger im aktuellen Wettbewerb „Auf IT gebaut“ und Gewinner des Züblin Sonderpreises hat optimale Routen für die Befliegung von Bauwerken berechnet.

Alric Frühauf: „Um die Flugbahn der Drohne zu berechnen, nutze ich die Daten aus den Bauwerksinformationsmodellen also aus BIM. Die notwendigen Bauwerksgeometrien werden aus IFC (Industry Foundation Classes) abgeleitet und dienen dem implementierten Algorithmus als Input. Die automatisch berechnete Flugroute macht die automatisierte Befliegung von Bauwerken damit für komplexe Bauwerksgeometrien praktikabel und effizienter“.

Der Wettbewerb wird gemeinsam von den Sozialpartnern der Bauwirtschaft und dem BMWi getragen. Viele Institutionen und Unternehmen unterstützen zudem den Wettbewerb als Förderer und Medienpartner. Die RG-Bau im RKW Kompetenzzentrum übernimmt die fachliche Begleitung und Organisation. Auf der Website http://www.aufitgebaut.de sind alle weiteren Informationen zum Wettbewerb zu finden.