Jede Diagnose ist eine Diagnose zu viel. Von daher gilt es, Erkrankungen zu vermeiden oder zumindest so früh wie möglich zu erkennen, um die Heilungschancen zu verbessern. Die Überlebensrate bei einem frühen Stadium liegt bei etwa 88 Prozent. Wenn Tumore erst entdeckt werden, wenn sie bereits Beschwerden verursachen oder fortgeschritten sind, sind Therapieaufwand, Belastung und Ausfallzeiten deutlich größer. Auch Unternehmen können hier einen wichtigen Beitrag in der Prävention und Früherkennung leisten.

Was kann man präventiv tun?

An den Ursachen für Brustkrebs wird intensiv geforscht, bislang konnte aber keine eindeutige gefunden werden. Bekannt ist, dass folgende Risikofaktoren eine Brustkrebs-Erkrankung beeinflussen:

Für Sie besteht ein erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken

  • Wenn Sie älter als 50 Jahre sind (allgemeines Altersrisiko: Im Alter steigt das Risiko an Krebs zu erkranken)
  • Wenn nahe Verwandte (Mutter/Schwestern) bereits Brustkrebs hatten
  • Wenn Sie selbst schon früher an Brustkrebs erkrankt waren
  • Wenn Sie eine bestimmte Art der Veränderung des Drüsengewebes haben (atypisch proliferierende Mastopathie). Dies ist anzunehmen, wenn
    – b

    eim Abtasten eine besonders knotige Brustdrüsenveränderung festgestellt wurde,
    – in der Mammographie zahlreiche Mikroverkalkungen gefunden worden sind,
    – eine operative Gewebeprobe mikroskopische Zeichen für ein erhöhtes Entartungsrisiko ergeben hat.

  • Wenn Sie mit einer Hormonersatztherapie behandelt werden / wurden
  • Wenn Sie übergewichtig sind und sich zu wenig bewegen
  • Wenn Sie zu viel Alkohol trinken; für Frauen liegt die Obergrenze bei 10 Gramm Alkohol pro Tag (enthalten in 125 ml Wein oder 250 ml Bier)
  • Wenn Sie aktiv oder passiv rauchen

Quelle: www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebsarten/brustkrebs/

Wie bei vielen anderen Erkrankungen kann ein gesunder Lebensstil ein wichtiger Schlüssel gegen den Krebs sein.

Früherkennung wichtigste Maßnahme

Derzeit aber noch wesentlicher für den Erfolg ist die frühzeitige Erkennung von bereits gewachsenen Tumoren. Aus diesem Grund gibt es die Möglichkeit diverser Früherkennungsuntersuchungen, die abhängig von Alter und Risikofaktoren angeboten werden.

  • Tastuntersuchung der Brust:
    • durch den Arzt/die Ärztin: jährliches Angebot für Frauen ab 30 Jahre
    • Selbstuntersuchung einmal im Monat (zur Anleitung)

  • Frauen über 50 Jahren können alle zwei Jahre eine Mammografie in Anspruch nehmen
  • Ultraschalluntersuchungen können verändertes Gewebe sichtbar machen.

Jede Früherkennung hat nicht nur Vorteile sondern auch Nachteile. Hier gilt es insbesondere für Ärzte, sorgsam zu informieren und transparent mit den Patientinnen zu kommunizieren.

Was Unternehmen tun können

Gerade größere Unternehmen haben viele Möglichkeiten, das Thema Brustkrebs anzugehen. So können sich Kampagnen gezielt mit Informationen zum Brustkrebs befassen. Oder es werden in Kooperation mit einer Frauenärztin/einem Frauenarzt konkrete Vorsorgemaßnahmen angeboten.

Aber da ein wichtiger schützender Faktor in einer gesunden Lebensweise liegt, sind Unternehmen daran gehalten hier präventiv tätig zu werden. Das kann in Bewegungsangeboten münden oder in gesundem Kantinenessen.

Was Unternehmen gewinnen

Im besten Fall tragen Unternehmen dazu bei, dass Erkrankungen so früh wie möglich erkannt werden. Dies steigert die Heilungschancen, reduziert den Therapieaufwand und senkt damit auch die Ausfallzeiten. Darüber hinaus hat es einen positiven Einfluss auf das Klima im Betrieb. Die Aktion Pinktober in Eschborn hat gezeigt, wie relevant das Thema für die Menschen ist und welche Energie es freisetzen kann.

Ausführliche Informationen zum Thema

Im Rahmen der Reihe sind folgende Beiträge erschienen:

Bildquellen und Copyright-Hinweise
  • © PeopleImages / Getty Images – Frauengruppe (3465_frauengruppe.jpg)

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