Zukunftsforum Energieeffizienz auf der ISH

Veröffentlicht: 19.03.2015

Projekt: Energieeffizienz

Zusammenfassung: Letzte Woche fand in Frankfurt die Messe ISH statt – wobei niemand eigentlich sagt, wofür die Buchstaben ISH stehen.

Letzte Woche fand in Frankfurt die Messe ISH statt – wobei niemand eigentlich sagt, wofür die Buchstaben ISH stehen: ISH – Weltleitmesse Erlebniswelt Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik, Erneuerbare Energien. Eigentlich sind es auch zwei Messen: Auf der einen Seite geht es um glitzernde Badezimmereinrichtung, auf der anderen geht es um die blinkenden Energieeffizienzgeräte, die meist in Schaltschränken und Kellern weggeschlossen werden. Um zu erkunden, wie kleine und mittlere Unternehmen von dieser Technik profitieren können, hat sich das RKW als strategischer Partner am Zukunftsforum Energieeffizienz beteiligt.

Die Kernthese der Veranstaltung, die in Keynotes von LOYTEC und Siemens vertreten wurde, war, dass die intelligente Vernetzung der verschiedenen Gebäudesysteme wie Heizung, Sonnenschutz, Lüftung etc. erhebliche Energieeffizienzpotenziale heben kann. Im Jahr 2035 könnten so zwischen 10 und 20 Milliarden Euro an Energiekosten eingespart werden. Dabei wurde von den Sprechern generell die Sanierung der Haustechnik als wirtschaftlich günstiger dargestellt als die von Maßnahmen, die die Gebäudehülle betreffen, also z. B. Dämmung oder Fenstertausch. Ute Juschkus, die sich in der Rationalisierungs-Gemeinschaft "Bauwesen" des RKW Komptenzzentrums u. a. mit Ressourceneffizienz beschäftigt, musste dem bei der Podiumsdiskussion zumindest zum Teil widersprechen: Insbesondere im Neubau und wenn man Lebenszyklen betrachtet, trägt eine effiziente Gebäudehülle erheblich zum kostengünstigen Betrieb eines Gebäudes bei.

Um Ressourceneffizienz ging es zum Abschluss auch im Energie-Slam von Peter Lotzkat von der Senkenbergischen Naturforschenden Gesellschaft: Er hat es geschafft, in 30 Minuten den Bogen von der Energieerhaltung zu den Reptilien in Panama zu schlagen. Eine Art dort hat er selbst entdeckt und benannt: Sibon noalamina (No a la mina = Nein zum Bergwerk) – die Art lebt in einer Gegend, in der es große Kupfervorkommen gibt, deren Ausbeutung ihren Lebensraum bedrohen würde.