Unternehmerisches Denken & Entrepreneurship live

Entrepreneurship Tage an der Wilhelm-Röpke-Schule in Ettlingen

Veröffentlicht: 16.10.2018

Projekt: Entrepreneurship Education

Zusammenfassung: 90 Schüler der Wilhelm-Röpke-Schule wurden via Workshops in 7 Schritten an Unternehmerisches Denken und an die Entwicklung einer Geschäftsidee herangeführt. Der Unternehmer und Gründer Martin Welker berichtete zusätzlich von seinem Alltag.

Julia Rettig

Julia Rettig

Am 13. und 14. September war das „Unternehmergeist erleben!“-Team des RKWs zu Gast an der Wilhelm-Röpke-Schule in Ettlingen, um dort mit insgesamt fast 90 Schülern des Berufskollegs im Rahmen der Einführungswoche  zwei Entrepreneurship Tage durchzuführen.

In 7 Schritten zum Unternehmerischen Denken

Kern bildete dabei das vom Projekt-Team konzeptionierte Entrepreneurship-Education-Workshopmodul „In 7 Schritten zum Unternehmerischen Denken“, das an den zwei Tagen in drei Klassen durchgeführt wurde. Die Schüler entwickelten unter Anleitung eine eigene Geschäftsidee – und zwar ausgehend von ihren eigenen Persönlichkeitsmerkmalen (1),  individuellen Interessensgebieten (2) und dem ihnen zur Verfügung stehenden Netzwerk (3). Diese persönlichen Kenntnisse erarbeiteten sich die Schüler in ersten drei Schritten des Workshopmoduls selbst.

Nach dieser Reflexionseinheit wurden verschiedene Gruppen gebildet, damit auch die Schüler zusammenarbeiten konnten, die als Experten im gleichen Themengebiet eine Geschäftsidee entwickeln (4) wollten. So entstanden zum Beispiel die Gruppen „Mode/ Lifestyle“, „Sport“ und „Technik/IT“. 

Schüler entwickeln eine Geschäftsidee im Bereich "Technik"(© Franziska Kraufmann - BILDKRAFTWERK)

Anschließend wurde im Interessenfeld gemeinsam ein Problem identifiziert und exploriert, so dass in einem nächsten Schritt die Entwicklung einer unternehmerischen Lösung möglich war. Der Kreativität war hierbei mit Absicht keine Grenzen gesetzt, die Schüler sollten Querdenken, Brainstormen und einfach "Spinnen". Beispielsweise wurde eine Sportbrille mit integrierten Kopfhörern, Licht, Scheibenwischern sowie UV-Schutz, eine mobile, aufblasbare Tribüne für Sportveranstaltungen oder eine magnetische Rohrpost für Lagerhallen oder ein Konzept für einen innovativen Beautysalon entwickelt.

Die Geschäftsideen wurden im Verlauf des Workshops weiter ausgearbeitet, beispielsweise auch die benötigten finanziellen Mittel (5) eingeschätzt und ebenso auch Prototypen skizziert (6) und/ oder Plakate für das Produkt oder die Dienstleistung entwickelt. Zum Abschluss stellten die Gruppen sich gegenseitig in lebhaften Präsentationen die Geschäftsideen vor (7), wobei auf das Problem, die Lösung sowie eine mögliche Kundengruppe der entwickelten Idee fokussiert wurde.

Schülerinnen entwickeln eine Geschäftsidee im Bereich "Lifestyle".(© Franziska Kraufmann - BILDKRAFTWERK)

Im Anschluss an den Workshop wurde den Schülern das Business Model Canvas vorgestellt und gezeigt, wie sie mit Hilfe des Canvas ihre vorher erarbeitete unternehmerische Idee systematisch zu einem tragbarem Geschäftsmodell entwickeln können. Bei dieser interaktiven Übung wurde verdeutlicht, wie viele unterschiedliche Aspekte bei einer Gründung durchdacht werden müssen bis eine Idee tatsächlich umgesetzt werden kann. „Der 7-Schritte-Workshop und die Canvas-Übung eignen sich hervorragend, um in das Schuljahr einzusteigen. Meine Kollegen aus dem BWL-Unterricht mit den Themen  wie "Beschaffungsprozesse" sowie "Marketing" und ich mit "Buchführung" und "Kosten- und Leistungsrechnung" können nun wunderbar an den Impulsen des RKW-Teams und an den von den Schülern entwickelten Geschäftsideen im regulären Unterricht anknüpfen“, meint Martin Seyfer, Lehrer für VWL, BWL, Finanzmanagement und Rechnungswesen an der Wilhelm-Röpke-Schule in Ettlingen.

Martin Welker erzählt den Schülern der Wilhelm-Röpke-Schule in Ettlingen vom Unternehmer-Dasein.(© Franziska Kraufmann - BILDKRAFTWERK)

Entrepreneurship live – ein Gründer erzählt

Am Donnerstagmittag  nahm sich der Unternehmer Martin Welker, erfolgreicher Gründer der Axionic GmbH, Zeit und gab den Schülern noch einen Einblick in die Praxis des Gründens und den Unternehmeralltag. Nachdem er selbst erzählte, wie er Unternehmer wurde, was ihn täglich motiviert und was seine bisherigen „key learnings“ sind, blieb den Schülern viel Zeit, um mit dem Unternehmer direkt in den Dialog zu treten und Fragen zu stellen. Auch gab Welker den Schülern den Impuls, dass der alleinige Konsum von Produkten nicht zufrieden stelle, sondern vor allem das Produzieren und das Selbst-aktiv-werden.

Abschließend ermunterte er auch die Schüler dazu, ihm die am Vormittag entwickelten unternehmerischen Ideen zu präsentieren. Mit Erfolg: Welker zeigte sich begeistert und lobte schon allein diesen ersten mutigen Schritt, von einer ersten Idee überhaupt zu erzählen. 

„Die Perspektive eines Gründers und Unternehmers hier an der Schule zu haben ist sehr von Vorteil. So können die Schüler aus erster Hand erfahren, was es heißt, nicht nur Unternehmer zu sein, sondern auch den nicht immer leichten Weg dorthin beharrlich zu gehen“, sagt Martin Seyfer sehr zufrieden.  

Die Entrepreneurship Tage in Ettlingen fanden im Rahmen des Projekts "Unternehmergeist erleben!" statt. Gerne kommen wir auch an Ihre Schule und setzen Impulse für mehr Unternehmergeist und lösungsorientiertem Denken.

Zum Pressebericht in den Badischen Neuesten Nachrichten.