Die Christian Karl Siebenwurst GmbH & Co. KG hat sich auf die Herstellung komplexer Spritzgusswerkzeuge spezialisiert, insbesondere für die Automobilbranche. Ergänzend dazu fertigt die Modellbau-Abteilung des Unternehmens hochpräzise Tonmodelle, die ebenfalls überwiegend in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen. Präzision, Qualität und Effizienz stehen dabei im Mittelpunkt der täglichen Arbeit. Im Rahmen des Projekts Digiscouts haben die Auszubildenden des Unternehmens nun gezeigt, wie sich dieser Anspruch auch auf interne Prozesse übertragen lässt.
Auf der Suche nach der richtigen Projektidee
Am Anfang stand die Ideenfindung. Die Azubis führten mehrere Firmenrundgänge durch und sprachen gezielt mit Mitarbeitenden aus verschiedenen Abteilungen, vor allem aus der Logistik, um bestehende Prozesse zu verstehen und mögliche Schwachstellen zu identifizieren. Parallel dazu sammelte das Team eigene Ideen und hielt diese strukturiert fest. In Gesprächen mit Führungskräften holten sie zusätzliches Feedback ein und prüften die Umsetzbarkeit ihrer Ansätze.
Die gesammelten Ideen wurden anschließend anhand von Kriterien wie Nutzen, Aufwand und Kosten bewertet. Auch eigene Recherchen und einfache Kostenkalkulationen flossen in die Entscheidungsfindung ein. Den Azubis war dabei wichtig, eine Lösung zu finden, die sowohl praktikabel als auch nachhaltig ist. Bestehende Vorschläge wurden weiterentwickelt und kritisch hinterfragt, bis schließlich eine geeignete Projektidee feststand.
Strukturiertes Vorgehen im Team
Für die Umsetzung erstellte das Team einen klaren Zeitplan, definierte Meilensteine und teilte das Projekt in einzelne Arbeitspakete auf. Auf diese Weise ließ sich der Fortschritt jederzeit nachvollziehen, und das Team konnte flexibel auf Veränderungen reagieren.
Vom Papierprozess zur digitalen Lösung
Die Entscheidung für eine digitale Speditionsliste entstand aus einem konkreten Problem in der Logistik: Der bisherige Prozess war zeitaufwendig und wenig effizient. Mitarbeitende mussten die Liste vor Ort handschriftlich ausfüllen, was zusätzliche Laufwege verursachte. Am Ende der Woche wurde das Dokument sogar noch per Fax weitergeleitet. Die von den Azubis entwickelte digitale Lösung ersetzt diesen Prozess vollständig.
Heute ist die Speditionsliste über einen KI-basierten Chat-Agenten (Copilot Agent) von jedem Arbeitsplatz aus erreichbar. Mitarbeitende können Einträge schnell und unkompliziert digital vornehmen, wodurch Wege entfallen und Zeit eingespart wird. Diese gewonnene Zeit kann für wichtigere Aufgaben genutzt werden. Gleichzeitig fördert die Lösung den Einsatz moderner Technologien und baut gezielt Wissen im Bereich Künstliche Intelligenz im Unternehmen auf.
Eigenständige Organisation und gewachsene Kompetenzen
Die Organisation des Projekts erfolgte eigenständig im Team: Die Azubis koordinierten Termine, verteilten Aufgaben und überwachten den Fortschritt selbstständig. Zu den größten Erfolgen zählen neben der verbesserten Lösung selbst auch die Entwicklung von Projektmanagement-, Zeitmanagement- und Organisationsfähigkeiten.
Herausforderungen ergaben sich vor allem durch schulische Unterbrechungen, Urlaubszeiten sowie durch teilweise unerwartetes Verhalten von Microsoft Copilot. Diese Probleme konnten durch enge Abstimmung im Team und iterative Anpassungen gelöst werden. Die Aufgabenverteilung erfolgte gemeinschaftlich: Das Team legte fest, wer welche Verantwortung übernimmt, arbeitete dabei aber insgesamt sehr eng zusammen. Besonders positiv hervorzuheben ist die Teamarbeit, die maßgeblich zum Projekterfolg beigetragen hat.
Unterstützung durch Geschäftsführung und Betreuer
Die Geschäftsführung reagierte sehr positiv auf die Idee der Azubis und unterstützte das Projekt aktiv. Besonders motivierend war der Vorschlag, das Projekt mithilfe von KI umzusetzen. Der Betreuer begleitete das Team während des gesamten Projekts, gab wertvolles Feedback und Unterstützung bei Herausforderungen.
Fazit
Am meisten Freude bereitete den Azubis die gemeinsame Arbeit im Team sowie die sichtbaren Fortschritte ihres Projekts. Neben fachlichen Kenntnissen konnten sie viele zusätzliche Kompetenzen wie Projekt-, Zeit- und Organisationsmanagement aufbauen. Durch die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema konnte das Unternehmen wertvolle Erkenntnisse im Bereich der digitalen Prozessoptimierung und insbesondere im Umgang mit Künstlicher Intelligenz gewinnen.
Digiscouts-Autoren: Michelle, Jonas, Michael
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