Im Mai 2021 wurde die neue ZIM-Wirkungsanalyse mit dem Titel „Wirksamkeit der geförderten FuE-Projekte und Kooperationsnetzwerke des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM)“ veröffentlicht. Die Studie analysiert die Wirkungen, die durch die Förderungen aus dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) erreicht wurden. Untersucht wurden sowohl Einzel- und Kooperationsprojekte, die 2018 abgeschlossen wurden, als auch die Kooperationsnetzwerke, deren Förderung 2018 endete. Dazu wurden im Jahr 2020 sowohl alle beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen als auch die Manager der Kooperationsnetzwerke online befragt. Durch den zeitlichen Abstand zur Förderung lassen sich Erkenntnisse zur Nachhaltigkeit der Förderwirkung gewinnen.

Das ZIM

Um mehr FuE- und Innovationsaktivitäten in KMU anzuregen, unterstützen Bund, Länder und EU diese durch spezielle Förderprogramme. Das größte mittelstandsorientierte Programm in Deutschland ist das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Mit über 500 Millionen Euro jährlich werden hier seit 2008 mittelständische Unternehmen aller Branchen und mit ihnen kooperierende Forschungseinrichtungen bei der Umsetzung ihrer Innovationsvorhaben unterstützt. Gefördert werden einzelbetriebliche FuE-Projekte, Kooperationsprojekte sowie Kooperationsnetzwerke.

Zentrale Ergebnisse der ZIM-Projektförderung

Basisangaben der befragten Unternehmen

Ein Unternehmen, das 2018 ein oder mehrere ZIM-Projekte beendete, wurde im Durchschnitt 1994 gegründet, erwirtschaftete 2016 mit 44 Mitarbeitern 7,3 Millionen Euro Umsatz, davon fast 25 Prozent über Exporte, und investierte mit 361.000 Euro etwa fünf Prozent seines Umsatzes in FuE-Aktivitäten.

Die häufigste Projektform machten mit 75 Prozent die Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus. Am seltensten wurden mit sieben Prozent reine Unternehmenskooperationen durchgeführt. 18 Prozent der Projekte waren Einzelprojekte. Am häufigsten waren Kooperationen zwischen zwei Partnern.

Über die Hälfte der 2018 beendeten ZIM-Unternehmensprojekte wurde von kleinen Unternehmen mit zehn bis 49 Mitarbeitern durchgeführt, knapp 30 Prozent von Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern.

Mehr als 40 Prozent der geförderten Unternehmen war im Startjahr der Projekte zwischen 21 und 50 Jahre alt, 18 Prozent der Unternehmen waren maximal zehn Jahre alt.

Über die Hälfte der Projekte wurde von Erstantragstellern durchgeführt, also von Unternehmen, die bislang noch keine eigene Forschung und Entwicklung betrieben haben oder ihre FuE-Aktivitäten bislang aus Eigenmitteln finanziert oder für diese bisher nur Mittel aus anderen Förderprogrammen als dem ZIM erhalten haben.

Die Branchen, aus denen die meisten ZIM-Projekte hervorgegangen sind, waren der Maschinenbau, die IT- und Wissensdienstleister und  die Herstellung von DV-Geräten, Elektronik und Optik.

Wirkungen der Förderung

Die Analyse zeigt, dass in über 80 Prozent der Projekte Ergebnisse erzielt wurden, die zum Zeitpunkt der Befragung bereits in den Markt eingeführt waren oder noch eingeführt werden sollten. Die marktaktiven Unternehmen konnten bereits im Jahr nach Projektabschluss durchschnittlich 127.000 € zusätzlichen Umsatz durch das Projektergebnis generieren, für 2020 rechneten sie mit über 182.000 €. Außerdem konnten die befragten Unternehmen infolge des ZIM-Projekts durchschnittlich mindestens sieben Arbeitsplätze sichern und einen Arbeitsplatz neu schaffen.

80 % der ZIM-Unternehmen haben weniger als 50 Beschäftigte. Im Jahr 2019, also elf Jahre nach Start des ZIM, waren immer noch knapp die Hälfte der geförderten Unternehmen Erstbewilligungsempfänger, d.h. sie haben zum ersten Mal eine ZIM-Förderung erhalten.

Fast 80 % der geförderten Unternehmen rechneten zum Zeitpunkt der Befragung mit negativen Auswirkungen von Corona v.a. auf Umsatz und Export. Gleichwohl ging mehr als die Hälfte der Unternehmen davon aus, dass die Corona-Krise keine Auswirkungen auf ihre FuE-Aktivitäten haben wird.

Die Zusammenarbeit in den ZIM-Kooperationsprojekten wird von den beteiligten Parteien insgesamt als gewinnbringend bewertet und mündete mehrheitlich in eine weitere Zusammenarbeit: In neun von zehn Fällen wurden die FuE-Kooperationen über das Projektende hinaus weitergeführt.

 

Weitere spannende Ergebnisse finden Sie in der Studie, die für Sie kostenlos zum Download bereitsteht.

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