Die Ergebnisse des Women Entrepreneurship Monitors 2024/25 zeigen, dass in Deutschland mehr als die Hälfte der Gründerinnen einen Hochschulabschluss haben. Auch der Anteil derer, die aus einem unternehmerischen Elternhaus stammen, ist bei weiblichen Gründungspersonen mit 41 Prozent gegenüber 25 Prozent in der weiblichen deutschen Bevölkerung überproportional ausgeprägt. Die Studie wurde vom RKW Kompetenzzentrum in Kooperation mit dem Johann Heinrich von Thünen-Institut für Innovation und Wertschöpfung in ländlichen Räumen erstellt. Diese Daten basieren auf dem Länderbericht Deutschland des Global Entrepreneurship Monitors (GEM) 2024/25.

Die meisten Gründungspersonen in Deutschland hatten in 2024 einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss. Bei den Frauen war dieser Anteil besonders hoch: 52 Prozent der Gründerinnen hatten einen akademischen Abschluss, bei den Gründern waren es 41 Prozent. Im GEM werden als Gründungspersonen (Gründerinnen und Gründer) Menschen zwischen 18 und 64 Jahren erfasst, die in den letzten dreieinhalb Jahren vor dem Befragungszeitpunkt ein Unternehmen gegründet haben oder in den vergangenen zwölf Monaten dabei waren, die Gründung eines Unternehmens vorzubereiten.

Gründerinnen stammen häufig aus einer unternehmerischen Familie

In unternehmerischen Familien sind häufig(er) Rollenvorbilder vorhanden, es findet eine Weitergabe von ökonomischem Wissen statt und zudem sind die Zugangsmöglichkeiten zu Kapital häufig gut ausgeprägt. Personen, die aus unternehmerischen Familien stammen, wählen überdurchschnittlich oft den Schritt in die Selbstständigkeit. Dabei ist oder war bei 41 Prozent der Gründerinnen mindestens ein Elternteil selbstständig, bei den Gründern lag dieser Anteil bei 35 Prozent. In der restlichen Bevölkerung, also denjenigen, die keine Gründungspersonen sind, ist der Anteil sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern deutlich geringer (Frauen 25 Prozent; Männer 27 Prozent).

Studentinnen arbeiten seltener an der Umsetzung einer Gründungsidee

Die Analyse der beruflichen Situation ange­hender Gründungspersonen zeigt ebenfalls größere Unterschiede zwischen Frauen und Män­nern. Der Anteil der Studenten, die aktiv Schritte hin zu einer Gründung unternehmen, betrug unter allen Männern, die in den letzten zwölf Monaten eine Gründung vorbereitet oder angestrebt haben, 6,8 Prozent. In der Gruppe der Frauen betrug die­ser Anteil bezogen auf Studentinnen dagegen nur 1 Prozent. Die Ergebnisse des Women Entrepreneurship Monitors 2024/25 zeigen somit, dass der Anteil an Akademikerinnen an den weiblichen Gründungspersonen insgesamt hoch ist, aber gleichzeitig bei Studentinnen noch Chancenpotenzial besteht. Der Ausbau von Entrepreneurship Education Angeboten an Schulen ist hier, neben anderen Aspekten, ein Ansatz der dazu führen kann, dass mehr Frauen schon in jungem Alter über den Karriereweg der Unternehmensgründung erfahren und diesen als Option für ihren eigenen Lebensweg ins Auge fassen.

Mehr Informationen unter: http://rkw.link/womengem2025

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