Gründerinnen und Gründer in Deutschland sind besonders häufig in technologieintensiven Branchen aktiv. Zu diesem Ergebnis kommt der Global Entrepreneurship Monitor (GEM) Deutschland 2024/25. Dabei sind Männer und Frauen gleichermaßen innovativ. Der GEM liefert aktuelle Ergebnisse zum Gründungsgeschehen in Deutschland sowie im internationalen Vergleich. Die Studie wurde vom RKW Kompetenzzentrum in Kooperation mit dem Johann Heinrich von Thünen-Institut für Innovation und Wertschöpfung in ländlichen Räumen erstellt.
Gründerinnen und Gründer bringen Innovationsimpulse in die deutsche Wirtschaft ein. Dies zeigt der Global Entrepreneurship Monitor (GEM) 2024/25. Dabei werden im GEM Personen zwischen 18 und 64 Jahren erfasst, die in den letzten dreieinhalb Jahren vor der Befragung ein Unternehmen gegründet haben oder in den vergangenen zwölf Monaten dabei waren, die Gründung eines Unternehmens vorzubereiten.
Hohe Gründungsaktivitäten in technologieintensiven Branchen
Der internationale GEM-Vergleich des Befragungsjahres 2024 zeigt, dass Gründerinnen und Gründer hierzulande häufig in Branchen mit mittlerer oder hoher Technologieintensität (OECD-Klassifikation) tätig sind oder tätig sein werden: Auf rund 11 Prozent der Gründerinnen und Gründer in Deutschland trifft das zu – der siebte Platz unter den 32 GEM-Ländern mit hohem Einkommen.
Kein (großer) Gendergap bei globalen Neuheiten
Frauen stehen Männern in Sachen Innovationsfähigkeit kaum nach: Laut GEM 2024/25 beträgt der Geschlechterunterschied beim Anteil der Personen, die eine weltweite Neuheit anbieten oder anzubieten planen, lediglich 0,9 Prozentpunkte (Gründerinnen 4,8 Prozent, Gründer 5,7 Prozent). Damit bewegen sich deutsche Gründerinnen auch international betrachtet auf einem guten Level. In den USA, die oft als „Gründungsland“ bezeichnet werden, ist der entsprechende Anteil bei Gründerinnen (4,9 Prozent) nur minimal höher als in Deutschland.
Gründerinnen setzen auf Außenhandel
Deutschland ist traditionell eine Exportnation, der starke Außenhandel ist ein wichtiger Wohlstandsfaktor. Der GEM-Geschlechtervergleich zeigt, dass Gründerinnen häufiger einen hohen Exportanteil am Umsatz haben oder erwarten (19,7 Prozent) als ihre männlichen Pendants (13,7 Prozent). Eine hohe Exportintensität ist im GEM definiert als ein Exportanteil von mehr als 50 Prozent am gesamten Umsatz des Unternehmens.
Mehr Informationen unter: www.gem-deutschland.de