Was verstehen wir unter einem "Innovationserfolg"?

Was verstehen wir unter einem „Innovationserfolg“?

Um Erfolgsfaktoren für Innovationsprozesse beschreiben zu können, muss man festlegen, was man unter Innovationser­folg versteht. Grundsätzlich kann der Erfolg einer Innovation auf Grundlage verschiedener Kriterien erfasst werden. So kön­nen die technischen Effekte von Innovationen sowohl direkt als auch indirekt festgestellt werden. Die indirekten Auswir­kungen sind jedoch fast immer schwieriger zu messen. Im Fal­le des Scheiterns der technischen Entwicklung kann der erziel­te Lernerfolg und die gewonnene Erfahrung z. B. als Teilerfolg angesehen werden. Als Unternehmer sind Sie aber an dem di­rekten technischen Erfolg und an den direkten positiven ökonomischen Effekten interessiert, d. h. an dem Absatz und dem Absatzwachstum des neuen Produktes, den Deckungsbeiträ­gen und den zusätzlich entstehenden Gewinnen. Ein häufig angeführter indirekter, nicht unmittelbar bei Ihnen auftreten­ der ökonomischer Erfolg besteht dagegen z. B. in der Wirkung Ihrer Innovationen und Markterfolge auf Wettbewerber, die dadurch Marktanteile verlieren. Wir empfehlen Ihnen, die Kri­terien zur Messung des Erfolgs Ihrer eigenen Innovationspro­jekte aus Ihrer Unternehmensstrategie abzuleiten.

Mit Prozessinnovationen erzielen Sie im Unterschied zu Pro­duktinnovationen Rationalisierungsgewinne und messbare Kostensenkungen. Rationalisierungsgewinne spiegeln sich z. B. in geringeren Ausschussmengen, kürzeren Durchlaufzeiten, einer geringeren Umweltbelastung und einer höheren Pro­duktionssicherheit oder -­flexibilität wider. Sie führen zu einem Anstieg der Produktivität Ihres Unternehmens. Abbildung 1 zeigt Ihnen eine Übersicht der unterschiedlichen Erfolgsebe­nen.