Planspiele im Wirtschaftsunterricht

Sonja Alt

Sonja Alt

Veröffentlicht: 01.01.1970

Projekt: Entrepreneurship Education

Zusammenfassung: Marco Malitius ist Lehrer am Heisenberg Gymnasium in Hamburg-Harburg. Er führt im Rahmen seines Wirtschaftsunterrichts seit einigen Jahren unterschiedliche Projekte zur Förderung des Unternehmergeistes durch. Wir haben Ihn dazu interviewt.

Marco Malitius ist Lehrer am Heisenberg Gymnasium in Hamburg-Harburg
Marco Malitius ist Lehrer am Heisenberg Gymnasium in Hamburg-Harburg

Marco Malitius ist Lehrer am Heisenberg Gymnasium in Hamburg-Harburg und führt im Rahmen seines Wirtschaftsunterrichts seit einigen Jahren unterschiedliche Projekte zur Förderung des Unternehmergeistes durch, darunter auch das Spiel SCHUL/BANKER – mit Erfolg: Das von ihm betreute Team „Turbo-Bank“ konnte in diesem Jahr in Berlin den ersten Platz erzielen.

Was zeichnet Maßnahmen aus dem Bereich Entrepreneurship Education Ihrer Meinung nach aus?
Generell natürlich die Tatsache, dass es kein herkömmlicher Unterricht ist, sondern dass die SchülerInnen ganz konkret an praxisbezogenen Projekten arbeiten, in der Regel ja auch im Team. Die Projekte finden auch in einem anderen Rahmen statt als der normale Unterricht, nämlich über einen bestimmten Zeitraum, in dem man konkret in einem Team auf ein Ziel hinarbeiten, am Ende ein Ergebnis hat und sich auch in einem Wettbewerb mit anderen Teams messen kann. Ganz entscheidend finde ich aber auch, dass die SchülerInnen konkret selber etwas entwickeln, selber Entscheidungen treffen und auch dahinter stehen müssen, also verantwortlich sind für das, was sie machen, und sich dabei über „learning by doing“ in Themen einarbeiten.

Warum ist Ihnen die Vermittlung von Unternehmergeist in der Schule wichtig?
Wir haben eine große Sparte zur Berufsorientierung bei uns an der Schule. Das spielt eine wichtige Rolle und ist Teil unseres Schulkonzepts, weil wir die SchülerInnen vorbereiten wollen auf das, was nach der Schule kommt. Für alle stellt sich die Frage: Was ist der berufliche Weg, den ich einschlage? Ich habe vor Kurzem einen Artikel über einen ehemaligen Schüler gelesen, der mit jetzt 26 Jahren diverse Firmen gegründet hat und extrem erfolgreich ist. Unsere Schule hat er damals nach der 10. Klasse verlassen, weil es ihn genervt hat, sich Dinge ohne praktischen Bezug anzuhören. Stattdessen hat er sich um seine eigene Firma gekümmert. Mir scheint es sehr wichtig zu sein, den Kreativen und den potenziellen GründerInnen in der Schule den Raum zu geben, sich nicht zu langweilen, sondern ihre Kreativität produktiv einbringen zu können und den SchülerInnen klarzumachen, es gibt auch diesen dritten Weg – neben Studium und Ausbildung. Der Weg in die Selbständigkeit steht auch euch offen. Natürlich tragen die Planspiele dazu bei.Lesen Sie das gesamte Gespräch mit Marco Malitius auf der Webseite Unternehmergeist macht Schule.