In diesem Leitfaden steht das arbeitsprozessbezogene Lernen im Mittelpunkt. Wir zeigen Möglichkeiten auf, wie Sie die Arbeit für Ihre Beschäftigten – und zwar jung wie alt – kompetenzförderlich gestalten können. Dafür haben sich verschiedene Maßnahmen und Instrumente bewährt:
- Eine lernförderliche Arbeitsorganisation gestaltet Arbeit geistig anregend, damit die Mitarbeitenden Neues lernen können und im Betrieb flexibel einsetzbar sind. In Ihrem Unternehmen können Sie dies durch die Anreicherung von Tätigkeiten, Aufgabenwechsel und Beteiligungsmöglichkeiten gewährleisten.
- Arbeitsprozessnahe Weiterbildung ermöglicht eine passgenaue und praxisnahe Qualifizierung. Darüber hinaus fördern die Maßnahmen den Wissenstransfer im Betrieb und das Prozessverständnis Ihrer Beschäftigten.
- Gruppen- und Teamarbeit bietet als eine Form der Arbeitsorganisation den Rahmen für lernförderliches Arbeiten. Durch erweiterte Handlungs- und Verantwortungsbereiche sowie durch ganzheitliche Arbeitsprozesse wird das Verständnis für Abläufe vertieft, Ideen für Optimierungen und Innovationen können gemeinsam entwickelt und umgesetzt werden.
- Kontinuierliche Verbesserungsprozesse verbinden ökonomische Optimierungsmaßnahmen mit der Entwicklung der Kompetenzen gerade im Hinblick auf den Umgang mit Prozessdaten und Kennziffern. Der Rückgriff auf das Erfahrungswissen der Beschäftigten ist dabei grundlegend.
Da Qualifizierungen gezielt und systematisch erfolgen sollten, gilt es zuerst zu ermitteln, wer welche Qualifikationen benötigt. Dafür bietet sich die Erstellung einer Qualifikationsmatrix an. Das Analyseinstrument bildet quasi den Dreh- und Angelpunkt für Aktivitäten der Kompetenzentwicklung in den Arbeitsbereichen und Abteilungen. Auf dieser Grundlage können Sie den
Weiterbildungsbedarf feststellen und die Qualifizierung auf neue Herausforderungen einstellen.
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