Ressourceneffizienz – Rechte und Pflichten

Kapitel: Einführung

Ressourceneffizienz ist wieder ein Thema. Gemeint sind die energetischen und stofflichen Ressourcen, die jedes produzierende Unternehmen und auch jeder Dienstleister braucht. In Deutschland hat der Kostenanteil der eingekauften Materialien kontinuierlich zugenommen. Er liegt im Durchschnitt bei weit über 40 Prozent des Bruttoproduktionswertes im produzierenden Gewerbe, ist also mehr als doppelt so hoch wie die Personalkosten. Dazu zählen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Halbzeuge und andere Vorprodukte. Die Gründe liegen in einer sinkenden Fertigungstiefe und in steigenden Rohstoffpreisen. Damit verbunden sind große Einsparpotenziale, die inzwischen auch ökonomisch interessant sind. Ressourceneffizienz zielt deshalb nicht nur auf die Schonung der natürlichen Ressourcen ab, sondern ist ebenso ein Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der produzierenden Wirtschaft, insbesondere des Mittelstandes.

Die Steigerung der Ressourceneffizienz ist nicht nur für Unternehmen ein zunehmend wichtiges Ziel. Auch auf staatlicher Ebene ist dieses Thema hochaktuell. Die Folge: EU, Bund und Länder integrieren den Gedanken der Ressourceneffizienz in ihre Gesetzgebung. Die resultierenden Richtlinien, Verordnungen, Regelungen und Gesetze stellen zunehmend höhere Anforderungen an Unternehmen.

Der folgende Überblick stellt Ihnen einen Ausschnitt der derzeitigen Rechtslage vor. Der Fokus liegt auf Vorschriften, die Unternehmen verbindliche Regeln bei der Produktgestaltung oder zu einem effizienteren Umgang mit Abfällen auferlegen. Sie betreffen allerdings nicht jeden gleichermaßen. Ein Überprüfung lohnt also: Was müssen Sie jetzt und in Zukunft beachten?