Gründungsnetzwerke aufbauen

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Projekt: Gründungsnetzwerk

Jahr der Veröffentlichung: 2017

Dateigröße: 1.07 MB

Autoren: Sonja Alt

In diesem Leitfaden finden Sie eine Anleitung, mit der wir interessierte Städte, Landkreise und Regionen beim Aufbau eines Gründungsnetzwerks unterstützen möchten, sowie drei Praxisbeispiele unterschiedlicher Gründungsnetzwerke aus Mainz, Berlin und Hildesheim.

2017 hat sich das RKW Kompetenzzentrum intensiv mit den Gründungsnetzwerken in Deutschland beschäftigt. Zu Beginn des Jahres wurden eine Befragungssystematik und ein Befragungsleitfaden erarbeitet. Anhand dessen wurden von Ende März bis Anfang Mai in einem ersten Schritt einige bestehende Netzwerke befragt. Schwerpunkte bei der Befragung bildeten die interne Organisation der Netzwerkpartner, die umgesetzten Maßnahmen und die Außendarstellung. Untersucht wurden außerdem die Zusammensetzung des Netzwerks und die Partnerstruktur sowie die Zusammenarbeit mit externen Partnern wie zum Beispiel KMUs aus der Region. Ziel sollte sein, ein besseres Verständnis für die Funktionsweise der Netzwerke zu erhalten, einen Dialog anzustoßen, gegenseitiges Lernen zu ermöglichen und Maßnahmen zu entwickeln, um die Bildung weiterer Kooperationen zu unterstützen.

In Deutschland gibt es eine Vielzahl von lokalen Gründungsnetzwerken, die ihr Gründerökosystem vor Ort stärken und Gründer in allen Phasen ihres Vorhabens unterstützen. Einige dieser Netzwerke haben sich anlässlich der Gründerwoche in den letzten Jahren formiert, manche gibt es aber auch schon seit Ende der 90er Jahre. Auch wenn der direkte Einfluss auf die Gründerszene schwer messbar sein mag, ist doch durchweg zu beobachten, dass durch den gemeinschaftlichen Außenauftritt und die Partnerschaften der Einrichtungen vor Ort – von Hochschulen über Kammern und Verbände bis hin zu Banken und Versicherungsanbietern – große Synergieeffekte entstehen, eine erheblich größere Sichtbarkeit und starke Außenwirkung entsteht und nicht zuletzt das Vertrauen der Partnern zueinander zunimmt. Ziel der Netzwerke ist zum Beispiel die Unterstützungsstrukturen vor Ort transparenter zu machen, gemeinschaftliche Angebote wie Events oder Beratungen zu organisieren oder den Erfahrungsaustausch zwischen den Gründern anzustoßen.