Vorurteile im Betrieb

Kapitel: Antennen ausrichten: Vorbehalte und Vorurteile wahrnehmen

Manche Äußerungen lassen sich direkt als Vorbehalte oder Vorurteile identifizieren, teilweise sind sie nur zwischen den Zeilen herauszulesen. Häufig haben Vorbehalte und Vorurteile folgende Eigenschaften:

  • Verallgemeinerung, Pauschalisierung und Schubladendenken sind erkennbar.
  • Kulturelle Aspekte werden grundsätzlich als Erklärung herangezogen.
  • Polarisierungen (Schwarz-Weiß-Kontrast) sind erkennbar.
  • Auf eine dritte Person / auf ein nicht greifbares Phänomen wird verwiesen, die / das nicht am Gespräch beteiligt ist.
  • Einfache und auf den ersten Blick ‚logische‘ Argumente werden angeführt (z. B. wird alles darauf zurückgeführt, dass eine andere Herkunft vorliegt). 
  • Moralischer Zeigefinger wird erhoben.
  • Emotionen (z. B. Angst) schwingen mit.
  • Scheinbare, unumstößliche „Fakten“ werden dargelegt.
  • Verzerrte, einseitige Darstellung und Halbwahrheiten werden geäußert.
  • Themen-Rundumschläge werden gemacht (einzelne Themen werden nacheinander lediglich angerissen, an einer ausführlichen Besprechung ist kein Interesse erkennbar).