Vom Du zum Wir

Kapitel: Die Wege der Jugendlichen sind ergründlich

Sie haben eine genaue Vorstellung, wie Ihr Azubi sein soll. Im Leitfaden 1 finden Sie eine Checkliste, um ein Bewerberprofil für einen Azubi anzulegen, der zu Ihnen passt. Aber: Jeder ist das „Kind seiner Zeit“. Darum ist es gut zu wissen, wie die jungen Leute heute „ticken“. Worauf diese Überlegung abzielt, ist Folgendes: Je mehr Sie über Ihre bevorzugte Zielgruppe – die Schüler und Jugendlichen – wissen, desto besser sind Sie in der Lage, diese mit Ihrer Ansprache tatsächlich zu erreichen. Was ist für sie wichtig bei einer Ausbildung (siehe Leitfaden 1, S. 10/11)? Was hilft ihnen, Entscheidungen zu treffen? Und zentral für das Azubimarketing: Wie informieren sich Jugendliche heute über Ausbildung?

Die wichtigsten Informationskanäle der Jugendlichen

Eines vorweg: Es gibt keine Umfrage oder Studie, die jede erdenkliche Maßnahme oder jeden Informationskanal zur Ansprache der Jugendlichen bewertet. Außerdem variieren diese in der Beliebtheit der Jugendlichen unter anderem je nach Bildungsstand, Alter oder Geschlecht (mehr dazu siehe BMBF-Studie 2015 zur Attraktivität des dualen Ausbildungssystems). Aber es kristallisieren sich trotz dessen Informationskanäle heraus, die Sie im Blick haben müssen, wenn es um Ihr Azubimarketing geht.

Tabelle 1: Top 6 der Informationsquellen.(© u-form, 2013: Azubi-Recruitingtrends 2013 (Personalstudie). Management Summary - Privat/Non-kommerziell)
Tabelle 2: Top 6 der Informationsquellen.(© Allensbach, 2014: Schule, und dann? Herausforderungen bei der Berufsorientierung von Schülern in Deutschland. - Privat/Non-kommerziell)

Das Praktikum steht an erster Stelle, wenn es um die erfolgreiche Suche nach Auszubildenden geht. Deswegen widmen wir diesem Thema einen eigenen Leitfaden. Und auch die Azubiseite im Internet ist heutzutage Pflicht, sie steht daher hier im Mittelpunkt, ergänzt um ausgesuchte Maßnahmen.

TIPP: Bei allen Maßnahmen, die für Sie infrage kommen (werden), vergessen Sie nie, was Umfragen unter Schülern und Jugendlichen belegen: Was den meisten dieser jungen Menschen fehlt, sind ausreichende und qualitativ hochwertige Informationen zur Berufsorientierung und zur Ausbildung!