Gesundheit geht uns alle an

Kapitel: Wie bleibe ich in einer guten Balance?

Sind Sie nach einem freien Wochenende oder nach einem Kurzurlaub immer noch müde und ausgelaugt? Wachen Sie morgens gerädert und erschöpft auf? Sind Sie ständig telefonisch erreichbar und kontrollieren auch in Ihrer Freizeit dienstliche E-Mails?

Haben Sie verlernt, abzuschalten und aufzutanken?

Viele Menschen haben eine falsche Vorstellung von Erholung und Erholungswirkung. Sie gönnen sich erst dann eine Pause, wenn sie sehr müde und erschöpft sind, wenn der Akku also leer ist. Der Bedarf an Erholungszeit ist dann natürlich sehr hoch.

Viele Menschen pflegen ihr Auto besser als sich selbst!

Besser sind regelmäßige, vorbeugende Arbeitspausen und Erholungsphasen. Die Palette der Erholungsmöglichkeiten ist groß: Lesen, Musik hören oder Dösen sind körperlich passive Erholungsformen. Da man durch körperliche Aktivitäten wie Sport oder durch Entspannungsübungen oft noch bessere Erholungseffekte erreicht und sich zudem fit hält, sollte man aktive und passive Maßnahmen kombinieren. Auch Hobbys dienen als Ausgleich zu den Belastungen des Alltags.

Ausgleich zur Arbeit
Ausgleich zur Arbeit RKW Kompetenzzentrum)

So finden Sie den Ausgleich, bleiben fit und leistungsfähig:

Akzeptieren Sie, dass Pausen zum Arbeiten gehören!

Gönnen Sie sich Verschnaufpausen, bevor Sie mit Ihren Kräften am Ende sind. Besonders wenn die Arbeitstage vollgepackt sind, müssen Sie Ihre Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit bis zum Abend erhalten. Mehrere Kurzpausen sind besser als eine lange Pause.

Achten Sie auf Körpersignale!
Ermüdung, aber auch Kopfschmerzen, Augenbrennen und nachlassende Konzentration können auf Erholungsbedarf hinweisen. Wer die Signale seines Körpers nicht wahrnimmt oder ignoriert, verpasst den richtigen Zeitpunkt für erholsame Gegenstrategien.

Lernen Sie abzuschalten! Halten Sie sich nicht für unersetzlich!
Wer immer erreichbar ist, wer von seinen Aufgaben und Schwierigkeiten nicht loslässt, kann sich nicht effektiv erholen.

Falls möglich: Richten Sie E-Mail-freie Zonen ein!
Schalten Sie in der Freizeit das Dienst-Handy aus, bearbeiten Sie dienstliche E-Mails nur im Büro. Ja sicher, manchmal kostet das nur fünf Minuten der Freizeit – aber anschließend 60 Minuten, bevor man wieder auf den Erholungsmodus heruntergefahren ist.

Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Familie und den Freundeskreis!
Wer beruflich stark eingespannt ist, vernachlässigt häufig die Kontakte mit der Familie und dem Freundeskreis. Dabei sind dies die Menschen, mit denen man sich offen über Probleme austauschen und sein Herz ausschütten kann, die einem beistehen. Es ist wissenschaftlich gesichert, dass gute soziale Beziehungen unsere Gesundheit stärken.

Vermeiden Sie abrupte Übergänge zwischen Arbeit und Schlaf!
Dies ist vor allem für Beschäftigte mit Schicht- und Abendarbeit ein Problem. Trotzdem sollten Sie Wert darauf legen, den Arbeitstag bzw. die Arbeitsnacht entspannt ausklingen zu lassen. Übergangsrituale sind generell sehr wichtig, um Schlafstörungen entgegenzuwirken. Lesen, Musik hören oder die Nutzung von Entspannungstechniken erleichtern das "Abschalten".

Leben und ernähren Sie sich gesund und nutzen Sie Vorsorgeuntersuchungen!

Zu den wichtigsten Gesundheitsrisiken gehören zu hoher Alkoholkonsum, Übergewicht, Bewegungsmangel und Tabakrauchen. Es ist nicht immer einfach, sich von diesen persönlichen "Lastern" zu befreien, insbesondere wenn man beruflich und privat stark eingespannt ist. Nutzen Sie die Beratungs- und Gesundheitsförderungsangebote Ihrer Krankenkasse oder Ihres Betriebs.
Die kostenlosen ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen und die Teilnahme an Impfungen kosten nur wenig Zeit und bringen einen hohen Nutzen. So kann z. B. ein früh entdeckter Bluthochdruck gut behandelt und ernste gesundheitliche Schäden vermieden werden.