Arbeit demografiefest gestalten

Kapitel: Drei zentrale Tools

Kennen Sie das Durchschnittsalter Ihrer Beschäftigten und wissen Sie, welche Risiken aus einer unausgewogenen Altersstruktur entstehen können? Haben Sie sich schon einmal Gedanken über die Ursachen krankheitsbedingter Ausfallzeiten gemacht? Sind Ihre Arbeitsplätze und -bedingungen optimal gestaltet? Für jeden Betrieb ist es sinnvoll, sich einen Überblick über diese Sachverhalte zu verschaffen, um anschließend zielgerichtet Maßnahmen ableiten zu können. Drei Instrumente können dabei hilfreich sein:

Die Altersstrukturanalyse

Mit diesem Instrument gewinnen Sie einen Überblick über die aktuelle und zukünftige Altersverteilung Ihrer Belegschaft. Sie dient einerseits der Personalplanung. Andererseits unterstützt sie Sie bei der demografiefesten Gestaltung der Arbeit: Ein schon bestehender oder sich absehbar entwickelnder hoher Anteil älterer Mitarbeiter (in einem Bereich) kann Anlass sein, über die Weitergabe und Dokumentation von Wissen nachzudenken. Sie können auch abschätzen, in welchen Bereichen ein altersbedingter Leistungswandel der Mitarbeiter Anpassungen bei der Arbeitsorganisation und -gestaltung sinnvoll macht.

Die Fehlzeitenanalyse

Eine umfassende Fehlzeitenanalyse zeigt, wie sich die Fehlzeiten auf unterschiedliche Beschäftigtengruppen im Betrieb verteilen und wie sie sich im Zeitverlauf entwickeln. Die differenzierte Analyse von krankheitsbezogenen Fehlzeiten bildet eine wichtige Grundlage für Arbeitsschutzmaßnahmen und eine zielgerichtete Gesundheitsförderung.

Die Gefährdungsbeurteilung

Die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung hilft Ihnen, die Arbeitsbedingungen und das Arbeitsumfeld zu analysieren und diese durch zielgerichtete Maßnahmen so gestalten, dass körperliche wie psychische Belastungen keine Gesundheitsgefährdung darstellen.