Ready – Set – Go: Das Abenteuer Teamarbeit und die Kunst der Konflikte

Teams: Soziale Parallelrechner

In Teams arbeiten Individuen in klar umrissenen Rollen zusammen, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Unterschiedliche Fähigkeiten, Perspektiven und Hintergründe kommen zusammen, was das Team als Ganzes leistungsfähiger machen kann als die Summe seiner Teile. Dabei sind Teams nicht statisch – infolge ihrer zahlreichen potenziellen Möglichkeiten sind sie ständig in Bewegung und in der Lage, sich jederzeit an neue Herausforderungen anzupassen.

Das Potenzial zur Komplexitätsbewältigung in Teams wächst dabei exponentiell mit der Anzahl der Mitglieder. Jede zusätzliche Person bringt neue Beziehungen ins Team ein und erhöht so die potenziellen Möglichkeiten, also Lösungspotenzial und Fehleranfälligkeit gleichermaßen, denn mit zunehmender Binnenkomplexität wird die (Selbst-)Führung des Teams immer anspruchsvoller.

Diese Formel zeigt, dass die Anzahl der möglichen Beziehungen in einem Team exponentiell wächst, je mehr Personen im Team sind. Resultieren aus drei Personen drei Beziehungen sind es bei zwölf Personen 66 Beziehungen und damit eine Fülle an Potenzialen, aus denen die Gruppe situativ wählen und an denen sie scheitern kann.

Warum Teamarbeit so knifflig ist

„Warum ist Teamarbeit so kompliziert?“, fragt man sich. Menschen sind verschieden: Jedes Teammitglied bringt seine Persönlichkeit, Werte und Arbeitsstile mit. Diese Unterschiede sorgen im Miteinander für vielfältige Beziehungen und dafür, dass ein Team gleichzeitig eine Vielzahl potenzieller Analysen erstellen und Lösungen bereithalten kann. Das führt zu Reibung und macht den Alltag komplexer. Doch genau hier liegt auch die Stärke von Teams – Vielfalt ist der Schlüssel zu Kreativität und Lösungen, die anders kaum zustande kommen können: Mit steigender Teamgröße wachsen Komplexitätskompetenz und Fehleranfälligkeit gleichermaßen exponentiell. Andersherum: Je leistungsfähiger und größer ein Team wird, desto mehr Missverständnisse und mögliche Streitpunkte entstehen, die jeweils wiederum gemanagt werden müssen. In der Unternehmenspraxis beobachten wir diesen Zusammenhang beispielsweise häufig, wenn ein kleines teamförmiges Unternehmen wächst, bevor es sich schließlich in einzelne Funktionsbereiche aufgliedert. Lebenspraktisch erfahren wir dies vielleicht bei der Wahl des gemeinsamen Urlaubsortes in einem gewachsenen Freundeskreis, wenn man als Vereinsmitglied eine gemeinsame Strategie entwickelt oder mit anderen Musikerinnen und Musikern einen neuen Song komponiert.

Exkurs: Wie viele Beziehungen ergeben sich bei welcher Gruppengröße?

Mathematisch lässt sich die Frage mithilfe folgender Formel berechnen:

Beziehungen (nPersonen) - nPersonen . (nPersonen - 1)
                                                        2

 

Diese Formel zeigt, dass die Anzahl der möglichen Beziehungen in einem Team exponentiel wächst, je mehr Personen im Team sind. Resultieren aus drei Personen drei Beziehungen snd es bei zwölf Personen 66 Beziehungen und damit eine Füsse an Potenzialen, aus denen dir Gruppe situativ wählen und an denen sie scheitern kann.

Aus Sicht der Organisation sind Teams eine gute Wahl für Problembearbeitungen, welche die Komplexitätsbearbeitungskapazität der Linie überfordern. Teams sind somit gewissermaßen aus Komplexität gewoben und zwangsläufig unzähmbar. Wäre es anders, würde sich keine Organisation der Welt auf diese riskante Arbeitsform einlassen. Kurzum: Damit aus einer heterogenen Ansammlung von Menschen ein leistungsfähiges Team werden kann, ist eine Menge Arbeit nötig.

Unterschiede sind Ressourcen, vorausgesetzt ein Team beherrscht die Fähigkeit, die Unterschiede auch zur Geltung zu bringen, oder kurz: die Kunst des Konflikts. Das Teamradar hilft, Vielfalt als Wettbewerbsfaktor zu betrachten. Teams sind daher unermüdlicher Quell an Ideen und sinnvollen Lösungen, insofern sie konstruktiv mit diesen Möglichkeiten umgehen: Für eine bessere Teamperformance braucht es kaum weitere Ziele, sondern gut geführte Konflikte und Auswahlverfahren , was eigentlich bestritten wird. Dies ist niemals von Beginn an möglich, sondern läuft immer auf eine gemeinsame Wachstums- und Entwicklungsaufgabe hinaus.

Ein Survival Guide für smarte Teamarbeit und clevere Konfliktlösungen

In einer zunehmend komplexen Welt ist effektive Teamarbeit entscheidend. Das Teamradar unterstützt Teams, ihre Zusammenarbeit zu reflektieren, zu verbessern und Konflikte konstruktiv zu nutzen. Es dient als Orientierungshilfe im modernen Arbeitsalltag, schafft Klarheit und legt die Basis für gemeinsames, wirksames Handeln.

In den folgenden Kapiteln wird das Teamradar detailliert vorgestellt. Sie erfahren, wie Sie es nutzen können, um Ihr Team kontinuierlich zu stärken, die Zusammenarbeit smarter zu gestalten und Konflikte als Entwicklungschance zu sehen. Das Teamradar ist also gewissermaßen Rüstzeug für ein besseres Verständnis von Teamprozessen – egal, ob Sie für ein Kleinunternehmen oder einen Hidden Champion arbeiten.

Die inhaltlichen Ausführungen werden immer wieder von Vorschlägen für Arbeitsphasen unterbrochen, um die jeweiligen Inhalte erfahrbar zu machen und praktisch auf Ihre individuelle Situation zu beziehen. Alle Übungen zusammengenommen ergeben eine Route, die Sie nicht nur zu besserer Zusammenarbeit, sondern auch zu einem souveränen Umgang mit Konflikten führen kann.

Konkret schauen Sie gemeinsam auf typische Konflikte und klopfen diese auf Organisationsdynamiken ab (Konfliktradar). Anschließend beurteilen Sie Ihre Performance anhand des Teamradars in seiner Basisversion. Mit dem detaillierten 360°-Teamradar gehen Sie dann auf die Suche nach stimmigen Lösungen, die das Team kann, darf, muss und will. Mit Hilfe der Teamprofile können Sie ermitteln, wie Ihr Team tickt und was es in Zukunft stärker berücksichtigen sollte – bevor wir mit dem Stakeholder- & Impacts-Framework schließlich eine Methode vorstellen, um spezifische Konfliktlösungen vor dem Hintergrund der spezifischen Gruppensituation zu analysieren.

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  • © Klaus Vedfelt / Getty Images – 2025_TR_datailseite_oben_1460_550.jpg