„Es sind die Pausen
zwischen den Noten, die
die Musik machen.“
– Claude Debussy

Reflexion ist ein essenzieller Teil der Reise jedes erfolgreichen Teams. Teams, die regelmäßig innehalten und mit einem gewissen Abstand auf sich selbst und ihr Verhältnis zur Umwelt blicken, schaffen Raum – für Lernen, Anpassung und fundierte Entscheidungen. Reflexion hilft, aktuelle Herausforderungen zu durchdringen, Zusammenhänge besser zu verstehen und gezielt weiterzuentwickeln.

Neben und auch während der Arbeit mit dem Teamradar ist das Stakeholder- & Impacts-Framework ein Beispiel für eine sinnvolle Reflexionsform. Dieses Framework unterstützt Teams dabei, unterschiedliche Handlungsoptionen strukturiert und umfassend zu bewerten. Ziel ist es, die Optionen qualitativ – in Bezug auf die Vor- und Nachteile – und quantitativ – durch eine zusammenfassende Bewertung – zu vergleichen und so eine reflektierte Entscheidung zu treffen, die den Zielen des Teams bestmöglich entspricht.

Das Stakeholder- & Impacts-Framework gliedert sich in drei zentrale Bereiche:

  1. Problemlösung (Sachdimension):
    Dieser Bereich fokussiert die sachliche Dimension der Reflexion. Es geht darum, wie gut oder schlecht jede Option dazu geeignet ist, das bestehende Problem zu lösen. Hier wird analysiert, inwieweit die Handlungsoption das Problem tatsächlich adressiert und praktische Lösungsansätze bietet.
  2. Interessen (Sozialdimension):
    Hier steht die soziale Dimension im Vordergrund. Der Fokus liegt auf den Interessen der relevanten Stakeholder. In diesem Bereich bewertet das Team, wie gut die jeweilige Option mit den Erwartungen und Bedürfnissen der Menschen und Gruppen übereinstimmt, die von der Entscheidung betroffen sind.
  3. Effizienz (Zeitdimension):
    Dieser Bereich bezieht sich auf die Kosten-Nutzen-Relation. Er untersucht, wie hoch oder niedrig der Ressourceneinsatz im Verhältnis zum vermuteten Nutzen der Option ist. Hier geht es um eine wirtschaftliche und effiziente Umsetzung und darum, ob der Nutzen den Aufwand rechtfertigt. Die Frage nach der Effizienz richtet den Blick nicht mehr auf das „Was?“, sondern immer auch darauf, welche Handlungsoption gegenüber den übrigen günstig ist. Damit geht es um ein zeitliches Lerngeschehen.

Durch diese strukturierte Reflexion können Teams eine fundierte Entscheidung treffen, die sowohl den Anforderungen der Aufgabe als auch den Interessen der Stakeholder und der Effizienz in der Umsetzung gerecht wird.

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