Diese Einheit hilft Teams dabei, ihre aktuellen Konflikte einzuordnen und besprechbar zu machen. Diese Konflikte sind Hinweise auf die Knackpunkte im Team und können immer auch als Einladung verstanden werden, etwas neu zu betrachten, zu entscheiden, wenn es für das Team vorteilhaft sein könnte. Anschließend geht es um eine Einschätzung zur eigenen Konfliktlösekompetenz.

Erster Akt: Standortbestimmung zu relevanten Spannungsverhältnissen

1. Überblick verschaffen: Betrachten Sie gemeinsam die Konfliktarten:

  • Zielkonflikte (gelb): Konflikte über Inhalte, Fakten oder Ressourcen
  • Organisationskonflikte (rot): Konflikte, die durch Strukturen, Prozesse oder Rollenverteilung entstehen
  • Entwicklungskonflikte (blau): Konflikte über Ausrichtungen, Ziele und Zukunftsentscheidungen

2. Zuordnung der Konflikte:

Alle im Team nennen zentrale Konflikte, die man wahrnimmt. Diese Konflikte werden gemeinsam in die Bereiche Ziel-, Organisations- oder Entwicklungskonflikte eingeordnet. Konflikte, die mehrere Bereiche betreffen, werden in die Überschneidungszonen der Kreise verortet.

3. Benennung und Reflexion:

Geben Sie den Konflikten klare Namen und notieren Sie sie in den entsprechenden Bereichen.

Zweiter Akt: Einschätzung der eigenen Konfliktlösungskompetenz

1. Selbsteinschätzung (Skala 0–10)

Ausgehend von den Ergebnissen des ersten Arbeitsschritts bewertet jedes Teammitglied das Team auf einer Skala von 0 bis 10 in Bezug auf seine Fähigkeit, die jeweiligen Konfliktarten zu bewältigen:

  • 0 bedeutet, dass das Team sich sehr unsicher und schwach in der Bewältigung fühlt.
  • 10 steht dafür, dass das Team sehr stark und sicher in der Bewältigung ist.

Die Ergebnisse können auf der Visualisierung (siehe Abbildung 5) durch Markierungen im entsprechenden Bereich eingetragen werden, um einen Überblick über die wahrgenommenen Stärken und Schwächen zu erhalten.

2. Diskussion der Einschätzungen

Besprechen Sie die Bewertungen gemeinsam. Stellen Sie folgende Fragen:

  • Warum fühlen wir uns in einigen Bereichen stärker oder sicherer als in anderen?
  • Welche Gründe gibt es für unsere Schwächen in bestimmten Konflikttypen?
  • Wo liegen die größten Unsicherheiten und wo können wir ansetzen?

3. Hervorheben der größten Unsicherheiten

Identifizieren Sie die Konfliktarten, bei denen das Team die größten Unsicherheiten hat. Diese Bereiche sollten hervorgehoben und als Schwerpunkte für die zukünftige Reflexionsarbeit betrachtet werden.

„In einer chaotischen Welt wird Struktur durch Klarheit geschaffen.“ – Albert Einstein

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