Handlungshilfe zur Einführung eines Ausbildungsbotschafter-Projekts
Ein Ausbildungsbotschafter-Projekt braucht vor allem Zeit, Koordination und ein überschaubares Budget. Der finanzielle Aufwand ist meist moderat, sollte aber bewusst eingeplant werden. 5.1 Personelle und zeitliche Ressourcen – Projektkoordination: In der Startphase ist mit einem höheren Aufwand zu rechnen (Planung, Akquise, Schulung, erste Einsätze). Als grobe Orien- tierung kann zunächst etwa ein halbes Stellenäqui- valent nötig sein, später – je nach Umfang – deut- lich weniger. – Unterstützung: Einfache Aufgaben (Teilnehmerlis- ten, Materialvorbereitung) können z. B. von eigenen Auszubildenden oder Praktikanten übernommen werden. – Zeitplanung: Zwischen Projektstart und ersten Ein- sätzen vergehen erfahrungsgemäß mehrere Monate (Rekrutierung, Schulung, Terminabstimmung). Es lohnt sich, einen Jahresplan zu erstellen: • Schulungen z. B. im Herbst, • Einsätze schwerpunktmäßig im zweiten Schulhalbjahr, • Pufferzeiten für Prüfungsphasen und Ferien. 5.2 Finanzielle Ressourcen Typische Kostenpositionen: – Schulung der Botschafter (Trainerhonorare, Verpfle- gung, ggf. Raummiete) – Materialien (Unterlagen, Namensschilder, ggf. T-Shirts/Hoodies zur Sichtbarkeit) – ggf. Fahrkosten bzw. kleine Aufwandsentschädigungen – einfache Werbemittel (Flyer, Infoblätter, Website-Anpassungen) In vielen Fällen bleibt das Projekt trotzdem kostengüns- tig, da die Kernleistung – die Einsätze in den Schulen – von Auszubildenden und Betrieben getragen wird. 5.3 Sachmittel, Infrastruktur und Räume Hilfreich sind: – Standardtechnik (Laptop, Beamer, ggf. Lautsprecher), – ein Seminarraum für Schulungen, – Materialien für die Schüler (z. B. Broschüren zur Ausbildung, eigenes Kurzfaltblatt), – eine einfache Ablage für Präsentationen und Vorlagen (z. B. Cloud-Ordner). Schulungen können meist in Kammer- oder Bildungs- zentrumsräumen stattfinden, Einsätze in den Klassen- räumen der Schulen. 5.4 Planung und mögliche Unterstützung Eine einfache Ressourcen- und Budgetübersicht (Was? Wer? Wann? Wie viel?) schafft Klarheit. Kooperatio- nen können Kosten senken – etwa durch gesponserte T-Shirts oder zur Verfügung gestellte Räume. Förderprogramme (Land, Region, Stiftungen) können den Einstieg erleichtern, sollten das Projekt aber nicht tragen. Ziel ist ein Setting, das auch ohne externe Mit- tel dauerhaft funktionieren kann – notfalls in kleinerem Umfang.