Handlungshilfe zur Einführung eines Ausbildungsbotschafter-Projekts
Viele Initiativen evaluieren nur rudimentär – Zeitmangel, geringe Rücklaufquoten und volle Kalender sind die Regel. Trotzdem lohnt ein Minimalstandard, der mehr liefert als ein Bauchgefühl. 13.1 Warum messen? – Argumentationshilfe: Zahlen und Rückmeldungen sichern Rückhalt und Ressourcen. – Steuerung: Sie sehen, was gut funktioniert (Formate, Schularten, Abläufe). – Lernen: Kleine Anpassungen verbessern Wirkung ohne großen Mehraufwand. 13.2 Was ist realistisch? Statt langer Fragebögen: wenige, leicht erfassbare Bausteine. 13.3 Drei pragmatische Bausteine 1. Kernzahlen (aus Planung ableitbar): Botschafter, Betriebe, Schulen, Einsätze, grob erreichte Schüler. 2. Kurzes Botschafter-Feedback nach ausgewählten Einsätzen (Gespräch oder Mail). 3. Jahresrückblick im Team: zentrale Erkenntnisse stichwortartig festhalten (als interne Jahresnotiz). 13.4 Wenn mehr möglich ist Optional, wenn Kapazität vorhanden: kurze Lehrkräfte- Umfrage (max. fünf Fragen), einzelne Beobachtungen/ Interviews, Zitate für Berichte. 13.5 Auf einen Blick – Kernzahlen erfassen – Botschafter-Feedback punktuell einholen – jährliche Team-Reflexion dokumentieren – vereinzelt Lehrkräfte-Rückmeldungen (wenn möglich) Handlungshilfe zur Einführung eines Ausbildungsbotschafter-Projekts www.rkw-kompetenzzentrum.de 31 Abbildung 7: Wie eine effektive Evaluation des Projektes aussehen könnte (eigene Darstellung.) Effektive Projektevaluation Drei einfache Schritte zur schnellen und wertvollen Bewertung Ihres Ausbildungsbotschafter-Projekts. 1. Einfache Kennzahlen Schon mit wenigen Zahlen bekommen Sie ein erstes Bild der Projektleistung – Anzahl der aktiven Ausbildungsbotschafter – Anzahl der beteiligten Betriebe und Schulen – Anzahl der Einsätze pro Schuljahr – Grob geschätzte Anzahl der erreichten Schülerinnen und Schüler Diese Informationen lassen sich meist ohne großen Zusatzaufwand aus der Einsatzplanung ableiten. 2. Kurzes Feedback der Botschafter Statt langer Fragebögen reicht ein kurzer Austausch nach dem Einsatz. Notieren Sie sich das Wichtigste, um Muster zu erkennen. Kurz-Methoden: – Ein kurzer Anruf – Ein kurzes Teams-/Zoom-Gespräch – Wenige Fragen in einer knappen Mail Leitfragen: – Wie lief es insgesamt? Was hat dir gut gefallen? – Was war schwierig? Was würdest du beim nächsten Mal anders machen? 3. Ein Jahresblick im Team Einmal im Jahr lohnt sich ein kurzer, strategischer Rückblick, um kontinuierliche Verbesserung zu sichern. – Wie viele Einsätze hatten wir? – Wo lagen die Schwerpunkte (Schularten, Regionen, Berufe)? – Welche Rückmeldungen sind uns besonders in Erinnerung geblieben? – Was möchten wir im nächsten Jahr unbedingt beibehalten und was verändern? Diese Bewertungsmethode bietet wertvolle Einblicke, ohne den Aufwand zu übertreiben.