Ein Ausbildungsbotschafter-Projekt wirkt nicht nur durch Einsätze, sondern auch durch seine Sichtbarkeit. Gute Kommunikation sorgt dafür, dass Schulen und Betriebe das Angebot kennen, Botschafter Wertschätzung erfahren und die Kammer als Partner in der Berufsorientierung wahrgenommen wird. Dafür braucht es keine Kampagne – wenige, konsequente Bausteine reichen. 12.1 Zweck der Kommunikation Kommunikation erfüllt drei Funktionen: – Information: Wie funktioniert das Angebot, wie bucht man es, wer ist Ansprechpartner? – Profilierung: Die Kammer zeigt Engagement für duale Ausbildung und Berufsorientierung. – Wertschätzung: Botschafter, Betriebe und Schulen erleben Anerkennung – das stärkt Bindung und Mitmachbereitschaft. 12.2 Interne Kommunikation Intern muss klar sein, was das Projekt ist und wohin Anfragen gehen. Sinnvoll sind: – eine Ein-Seiten-Kurzinfo (Was ist das Projekt? Zielgruppen? Zuständigkeit? Weiterleitung von Anfragen) – Information an relevante Stellen (Ausbildungsbe- ratung, Service, Presse/Newsletter, ggf. Leitung/ Gremien) – klar benannter Ansprechpartner (ggf. zusätzlich Funktionspostfach) So werden Anfragen zuverlässig bearbeitet und das Projekt bleibt nicht „Insiderwissen“. 12.3 Externe Kommunikation: drei Zielgruppen Nach außen hilft ein klarer Zuschnitt: – Schulen: praxisnahe Unterstützung in der Berufsorientierung durch Azubis „auf Augenhöhe“ – Betriebe: Sichtbarkeit als Ausbildungsbetrieb, Kontakt zu Nachwuchs, Kompetenzentwicklung der eigenen Azubis – Eltern/Öffentlichkeit: Ausbildung als attraktive Option mit realen Perspektiven Pro Zielgruppe reichen ein bis zwei Kernbotschaften – entscheidend ist konsequente Wiederholung. Handlungshilfe zur Einführung eines Ausbildungsbotschafter-Projekts www.rkw-kompetenzzentrum.de 29 12.4 Kanäle und Formate Ein schlanker Mix genügt: – Website: Projektseite mit Kurzbeschreibung, Nutzen, Buchungs-/Meldeweg, Kontakt – Newsletter/Rundschreiben: kurze Hinweise an Schulen, Betriebe, Netzwerkpartner – Social Media: kurze Einblicke, Zitate, Termine (persönlich, nicht privat) – Presse: Mitteilungen zu Start, Meilensteinen, Aktionen – Materialien: ein Infoblatt/Flyer und eine Standardpräsentation für Elternabende/ Infoformate Wichtig ist Aktualität und einfache Auffindbarkeit. 12.5 Kernbotschaften festlegen Zwei bis drei Standardsätze reichen, z. B.: – Ausbildungsbotschafter bringen Ausbildung ins Klassenzimmer. – Auszubildende berichten glaubwürdig aus ihrem Berufsalltag. – Die Kammer vernetzt Schule und Wirtschaft und unterstützt Berufsorientierung. Diese Botschaften sollten in Texten, Präsentationen und Gesprächen wiederkehren. 12.6 Kurz-Checkliste Kommunikation – interne Kurzinfo und Zuständigkeiten geklärt? – Projektseite online, Kontakt und Buchungsweg eindeutig? – ein Standardtext für Schulen und ein Standardtext für Betriebe vorhanden? – einfache Materialien (Infoblatt/Präsentation) verfügbar? – gelegentliche Beiträge über Newsletter/Social Media/Presse eingeplant? Damit ist das Projekt kommunikativ solide aufgestellt – mit wenig Aufwand, aber klarer Außenwirkung.