Kleine Unternehmen im Umbruch

RKW Umfrage ermittelt Herausforderungen jetzt und nach der Corona-Krise

Projekt: Gründerökosysteme

Jahr der Veröffentlichung: 2020

Dateigröße: 352 KB

Autoren: RKW Kompetenzzentrum

Im Rahmen einer Blitzumfrage hat das RKW als Impuls- und Ratgeber für den deutschen Mittelstand erfragt, mit welchen Herausforderungen sich die Unternehmen in der Corona-Krise und danach hauptsächlich konfrontiert sehen. Mehr als 1.000 Unternehmen und Institutionen der Wirtschaftsförderung sowie der Bildung und Beratung haben an der Umfrage teilgenommen, die vom 17. bis zum 26. April 2020 durchgeführt wurde.

Für über 70 Prozent der befragten Unternehmen ist die Sicherung der Liquidität in den kommenden zwei Jahren die wichtigste Aufgabe. Über die Hälfte der befragten Unternehmen sehen ihr Geschäftsmodell mittel- und langfristig stark von der Krise betroffen. Insgesamt zeigt die Blitzumfrage, dass kleine Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitenden die stärksten Auswirkungen auf ihr Geschäftsmodell erwarten. Erwartungsgemäß trifft Corona die Branchen unterschiedlich hart: Gastgewerbe, Kunst, Unterhaltung und Dienstleistungen leiden besonders unter den Folgen von Corona. Auffällig ist auch, dass der Logistiksektor ebenfalls mit deutlichen Auswirkungen rechnet. Mehr als 60 Prozent der befragten Unternehmen in diesem Sektor gehen davon aus, dass eine Anpassung ihres Geschäftsmodells notwendig wird.

Aktuelle Herausforderungen

Zahlungsfähig bleiben, Arbeitsplätze sichern, Lieferketten aufrecht halten: Für die befragten Unternehmen haben diese Punkte aktuell oberste Priorität. Institutionen der Wirtschaftsförderung sehen die Bereitstellung von Hilfsmaßnahmen derzeit als wichtigste Aufgabe. Da zahlreiche Veranstaltungen aufgrund von Corona abgesagt werden mussten, sollen nun virtuelle Unterstützungsformate und Netzwerktreffen bei der Bewältigung der Krise helfen.

Neuanfang nach Lock-down

Nach den Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen müssen die Unternehmen, je nach Branche und wirtschaftlicher Situation, neu oder wieder anfangen. Dabei wird es darum gehen, ob das Geschäftsmodell verändert werden muss, wie mit Hilfe der Digitalisierung Prozesse und Abläufe sinnvoll weiterentwickelt werden können, wie die Kapazitäten wiederhergestellt werden können und wie die finanzielle Lage stabilisiert werden kann. Die weiterhin fehlende oder schwierige Planbarkeit führt bei vielen befragten Unternehmen zu einer großen Unsicherheit. Ein Erfahrungsaustausch, um Ansätze und Strategien für die Zeit nach Corona zu finden, ist für viele Unternehmen wichtig. Hier gibt es beim RKW verschiedene Formate, in der Corona-Zeit auch online beim RKWCampus.