Ressourceneffizienz – Chancen und Risiken

Kapitel: Die Entwicklung an den Rohstoffmärkten

Die Situation auf den Rohstoffmärkten bleibt weiterhin angespannt. Energie wird zunehmend teurer und auch die Preise zahlreicher Rohstoffe verharren auf hohem Niveau. Daneben erschweren die starken Kursschwankungen den Betriebsalltag. Für diese Entwicklungen zeichnet nicht zuletzt die starke nachfrage aus Ländern wie Indien oder China verantwortlich.

Die schwierigen Rahmenbedingungen fordern besonders das verarbeitende Gewerbe heraus. Für 86 Prozent der Unternehmen wirkten sich die steigenden Materialkosten der vergangenen Jahre negativ auf ihre Unternehmensentwicklung aus. Das ist kaum verwunderlich, macht der Materialkostenanteil mit durchschnittlich 42,9 Prozent den Löwenanteil an den Gesamtkosten aus.

Abbildung 1: Kostenstruktur der verarbeitenden Gewerbes (Anteil am Bruttoproduktionswert in %, 2010)(© Statistisches Bundesamt (2012) - Privat/Non-kommerziell)

So sah sich beispielsweise die deutsche metallverarbeitende Industrie mit mehr als einer Vervierfachung der Preise für Industriemetalle zwischen den Jahren 1999 bis 2011 konfrontiert.

Abbildung 2: Industriemetallpreis-Index(© Institut der deutschen Wirtschaft Köln (2013) - Privat/Non-kommerziell)

Manche Rohstoffe sind zeitweise sogar schwer zu beziehen. Unternehmen klagen etwa über die bedingte Verfügbarkeit von Seltenen Erden, aber auch von Steinen und Erden, Hochtechnologiemetallen sowie teilweise sogar von Stahlveredlern, Basis-, Industrie- und Edelmetallen.

Wie sich die Rohstoffmärkte zukünftig entwickeln, ist von zahlreichen Faktoren abhängig. aufgrund etlicher Unsicherheiten lässt sich deren Entwicklung nur schwer voraussagen. Entsprechend uneinig sind sich die Experten. Zahlreiche Analysten rechnen jedoch mit der Fortsetzung der Volatilität und zumindest langfristig mit einem Preisanstieg.