Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand

Kapitel: Einleitung

Das ZIM hat sich seit der Einführung im Juli 2008 als tragende Säule der Forschungs- und Entwicklungsförderung von kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland etabliert. Bis Ende April 2014 erfolgte die Bewilligung von über 3,3 Mrd. € für Maßnahmen im Bereich Forschung und Entwicklung (FuE) für die mittelständische Wirtschaft. Ergänzt werden die Investitionen durch den Eigenanteil der Unternehmen in Höhe von etwa 5 Mrd. €. Insgesamt wurden bisher über 25.000 Innovationsvorhaben von ca. 11.500 Unternehmen gefördert. Demgegenüber stehen etwa 30.000 KMU in Deutschland, die regelmäßig FuE-Aktivitäten durchführen (vgl. Belitz et al. 2012: 39).

Die Bedeutung des ZIM als Impulsgeber zur Steigerung der Innovationsaktivitäten von KMU wird durch die jährlichen Expertisen des RKW Kompetenzzentrums und weitere Untersuchungen renommierter Forschungseinrichtungen wiederholt bestätigt. Die stetig zunehmende Nachfrage von Seiten der Unternehmen deutet auf die hohe Praxistauglichkeit hin. Die Bundesregierung wird das ZIM auch über 2014 hinaus weiter fortführen. Hierauf haben sich die regierenden Parteien im Koalitionsvertrag geeinigt (vgl. Bundesregierung 2013).

Der Erfolg des ZIM basiert insbesondere auf einer bedarfsgerechten Konzeption seiner Fördermöglichkeiten, die eine passgenaue Konfiguration von Innovationsaktivitäten der Unternehmen und Forschungseinrichtungen ermöglichen. Hinzu kommt eine fortlaufende Weiterentwicklung der Förderrichtlinie, die unter anderem auf einem intensiven Dialog mit den Unternehmen sowie der regelmäßigen Durchführung von Evaluationen und Wirkungsanalysen beruht.

Die vorliegende Studie gibt einen Überblick zu den Fördervarianten, verdeutlicht die Verteilung der eingesetzten Mittel, zeigt die Effekte auf Mikro- und Makroebene auf und skizziert den Grundtenor der öffentlichen Berichterstattung (vgl. Abb. 1). Grundlage hierfür sind u. a. die Expertisen und Vor-Ort-Analysen des RKW Kompetenzzentrums, ausgewählte wissenschaftliche Gutachten, Presseartikel sowie Sekundärstatistiken, die regelmäßig durch das BMWi veröffentlicht werden.

Abbildung 1: Inhalte und Perspektiven der vorliegenden StudieRKW Kompetenzzentrum)