Workshopreihe "SmartHome – mit Gebäudeautomatisierung die Energiewende schaffen"

SMARTHOME 2016 - „Smart Home wird erwachsen!“
Kongress und Ausstellung

Datum: 12. + 13. September 2016

Ort: H4 Hotel, Hannover-Messe

Mehr zu Programm und Anmeldung:

http://www.smarthome-deutschland.de/aktuelles/smarthome-2016.html

Ansprechpartner im RKW:

Ute Juschkus, juschkus(at)rkw.de , T. 06196 - 495 3505

Smart Home-Technologien stehen nach vielen erfolgreich absolvierten Testrunden in den Startlöchern für den breiten Einsatz. Das Interesse bei Bauherren und Mietern wächst. Der Nutzen von Smart Home-Anwendungen wird von vielen Bauherren und Mietern deutlich wahrgenommen. Kosten und Bedenken zum Datenschutz werden jedoch oft als Hinderungsgründe angeführt.

Vorbehalte hat auch die Bauwirtschaft, das betrifft Architekten, TGA-Planer und Energieberater ebenso wie die Installateure. Dabei können alle am Bauprojekt Beteiligten von SmartHome-Technologie profitieren. Doch zunächst müssen die Wissenslücken geschlossen und die Chancen deutlicher aufgezeigt werden. Darüber hinaus müssen sich Bauwirtschaft und SmartHome-Branche besser verstehen und vernetzen. Nur durch gewerkeübergreifende interdisziplinäre Zusammenarbeit sind die Potenziale der SmartHome-Technologie zu heben.

Deshalb ist die RG-Bau im RKW Kompetenzzentrum auf der bedeutendsten deutschsprachigen SmartHome Veranstaltung mit einer Keynote im Plenum und einer kompletten Workshopreihe unter dem Titel „SmartHome – mit Gebäudeautomatisierung die Energiewende schaffen“

12.09.2016, 11:45 Uhr , Keynote im Plenum

Sprechen Sie Bau? – Ein Anleitung zum besseren Verständnis der Bauwirtschaft als Partner

Was ist ein U-Wert und was ist ein Bussystem. Wie garantiert man Datenschutz und wie die Luftdichtheit der Gebäudehülle. Die Welten von IT und Bau könnten unterschiedlicher nicht sein. Allein die Lebensdauer der Produkte unterscheidet sich enorm. Und auch die Märkte von Bau und IT funktionieren nach unterschiedlichen Regeln. Bei Smart Home treffen beide Welten nicht nur aufeinander. Sie sollen in den Projekten auch gewerkeübergreifend, kooperativ und vertrauensvoll miteinander arbeiten. Das geht nur mit wechselseitigem Verständnis.

Referentin: Ute Juschkus RKW Kompetenzzentrum

 SmartHome - mit Gebäudeautomatisierung
die Energiewende schaffen

Workshopreihe der RG-Bau im RKW Kompetenzzentrum

Für den Besuch der Workshopreihe werden für die Energieeffizienz-Expertenliste für die Förderprogramme des Bundes (dena-Liste) folgende Unterrichtseinheiten anerkannt: 

Unterrichtseinheiten Wohngebäude: 4

Unterrichtseinheiten Nichtwohngebäude: 1
Unterrichtseinheiten Energieberatung im Mittelstand: 1

Programmablauf:

12.09.2016 Raum A – King Georg
Workshop SmartHome – mit Gebäudeautomatisierung
die Energiewende schaffen
13:45
Uhr
1 Nachhaltiges Bauen und Smart Home – die Potenziale
intelligenter Gebäudeautomation
Prof. Dr. Michael Krödel, IGT, Hochschule Rosenheim
14:30
Uhr
2 Energiewende im Heizungskeller mit Smart HomeDetlef Malinowsky, Geschäftsleitung IBDM GmbH
15:45
Uhr
3 Effizienzhaus Plus oder Aktivhaus – ohne intelligente Gebäudeautomatisierung geht es nichtHubert Westkämper, Energie- und Sachverständigenbüro, Elsfleth
16:30
Uhr
4 Smart Homes bauen für die Wohnungswirtschaft - Anforderungen und Herausforderungen aus  Sicht der PlanungChristoph Deimel, Deimel Oelschläger, Architektenpartnerschaft, Berlin

Mehr zu den Workshops:

Workshop  1: Nachhaltiges Bauen und Smart Home – die Potenziale intelligenter Gebäudeautomation

Die Energiewende hängt noch immer hinter ihren ambitionierten Zielen hinterher. Die Sanierungsquote im Gebäudebestand ist dauerhaft zu klein und die Diskussion „Dämmen wir uns tot.“ ist noch lange nicht ausgestanden. Die hohen Neubaustandards der Energieeinsparverordnung (EnEV 2014/2016) werden flächendeckend im Bestand wohl noch auf Jahrzehnte hin nicht erreicht. Tatsächlich wurde in der aktuellen EnEV Gebäudeautomation erstmalig berücksichtigt. Die Bewertung der Gebäudeautomation ist seit der EnEV 2014 verbindlicher Bestandteil für die Erstellung des Energieausweises.

Kann intelligente Gebäudeautomatisierung wirklich bei der Energiewende helfen? Tatsächlich hat der Grad der Automation eine Auswirkung von bis zu 20% auf den Energieausweis von Nichtwohngebäuden.

Darüber hinaus könnte eine smarte Regelung von Energieerzeugung, Speicherung und Verbrauch in Gebäuden einen deutlichen Beitrag zur Energieeffizienz leisten und vielleicht sogar deutliche Einsparungen bei am energetischen Standard der Gebäudehülle möglich machen. Auf diesem Weg könnte vielleicht auch die Wirtschaftlichkeit der Energiewende im Gebäudebereich steigen.

Das sind alles gute Gründe für Architekten, Bauingenieure, Fachplaner etc. sich zumindest mit den wesentlichen Anforderungen an die Gebäudeautomation befassen. Der Workshop bietet hierfür einen guten Einstieg.

Referent:

Prof. Dr. Michael Krödel, IGT - Institut für Gebäudetechnologie GmbH, Hochschule Rosenheim, Fachgebiet Gebäudeautomation -und -technik

Workshop 2: Energiewende im Heizungskeller mit Smart Home

 Seit Januar 2016 macht die Bundesregierung wieder Druck und fördert mit dem neuen Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) intensiver die Energiewende im Heizungskeller. Das lenkt den Blick auf die Gebäudetechnik und die enormen Einsparpotenziale wenn man hier mit Sachverstand und neuen Ideen Erzeugung und Verbrauch optimal regelt. Hierfür gibt es in der Welt von Industrie 4.0 und dem Internet of Things noch viel mehr Möglichkeiten als die Erneuerung der Heizkessel und den hydraulischen Abgleich. Smart Home wird oft vom Thema Sicherheit und Stromsparen, Komfort und Entertainment gedacht. Doch wenn Smart Home im Heizungskeller beginnt, kann es ganz handfest zur Energiewende beitragen und gleichzeitig enorme Potenziale für die Bauwirtschaft eröffnen. Der Vortrag zeigt die technischen Möglichkeiten und Anwendungsbeispiele aus der Praxis für Wohn- und Nichtwohnbauten.

Referent:

Detlef Malinowsky, Geschäftsleitung IBDM GmbH

Workshop 3: Effizienzhaus Plus oder Aktivhaus – ohne intelligente Gebäudeautomatisierung geht es nicht

 Das Bundesbauministerium hat ein Förderprogramm für Modellhäuser aufgelegt, die den sogenannten "Effizienzhaus Plus Standard" erfüllen. Mit dem Programm werden Bauherren unterstützt, die Gebäude errichten, die deutlich mehr Energie produzieren, als für deren Betrieb notwendig ist. Diese Energie soll insbesondere für die Elektromobilität zur Verfügung stehen. Die laufenden Modellprojekte werden im Rahmen eines wissenschaftlichen Begleitprogramms ausgewertet. Mit den Ergebnissen soll das Energiemanagement von modernen Gebäuden verbessert und die notwendigen Komponenten für die energieeffiziente Gebäudehülle und die Nutzung erneuerbarer Energien fortentwickelt werden. Modernes Energiemanagement in Wohngebäuden geht gar nicht ohne intelligente Gebäudeautomatisation. Im Vortrag wird gezeigt, wie das in ausgewählten Modellprojekten erfolgreich umgesetzt wurde. Der Vortrag zeigt auch, wie erfolgreiche gewerkeübergreifende Zusammenarbeit im Bauprojekt umgesetzt werden kann.

Referent:

Hubert Westkämper, Energie- und Sachverständigenbüro, Elsfleth

Workshop 4:  Smart Homes bauen für die Wohnungswirtschaft - Anforderungen und Herausforderungen aus  Sicht der Planung

Es gibt bereits einige Smart Home-Projekte in der Wohnungswirtschaft, Musterwohnungen für altersgerechtes Wohnen und AAL-Projekte mit wenigen Features zur Gebäudeautomation. Diese haben Möglichkeiten und Grenzen aufgezeigt. Doch wie kann es wirklich klappen mit Smart Home - Projekten im Mietwohnungsbestand? Der Vortrag beleuchtet im Detail: Anforderungsdefinition, Planungsprozess, gewerkeübergreifenden Gesamtprozess, rechtliche Anforderungen, Normierungen und Kostenabrechnung aus Sicht eines großen Generaldienstleisters/ Planungsunternehmens. Er zeigt auch, wo in solchen Projekten die Chancen und Herausforderungen für die Partner aus der Bauwirtschaft liegen.

Referent:

M.Arch. Dipl.-Ing. Christoph Deimel, Deimel Oelschläger, Architektenpartnerschaft, Berlin

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