Bauinnovation gewinnt den Deutschen Zukunftspreis

Bundespräsident Joachim Gauck ehrt Carbonbeton-Forscher

Veröffentlicht: 13.12.2016

Projekt: RG-Bau

Zusammenfassung: Bauinnovation gewinnt den Deutschen Zukunftspreis

Die Dresdner Carbonbetonforscher Prof. Manfred Curbach, Prof. Chokri Cherif und Prof. Peter Offermann haben am 30. November 2016 den mit 250.000 Euro dotierten Deutschen Zukunftspreis, den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation, gewonnen. Das Forscherteam gehörte zu den drei Finalisten und konnte sich erfolgreich gegen seine Mitbewerber durchsetzen.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Preisverleihung wurde ein Team aus dem Bereich des Bauwesens ausgezeichnet. Den Forschern ist es gelungen, eine korrosionsbeständige Alternative zu Stahlbeton zu entwickeln und diese erfolgreich auf dem Markt einzuführen. Carbonbeton sorgt für längere Lebensdauer von Bauwerken, die Senkung von Instandhaltungskosten, einen geringeren Ressourcenverbrauch und weniger CO2-Emissionen.

Die Wahl der Preisträger zeigt, wie wichtig radikale (Material-) Innovationen im Bauwesen sind. Schließlich wurde neben dem innovativen Baumaterial auch das Ansinnen der Forscher geehrt, den so dringend notwendigen Paradigmenwechsel im Bauwesen herbeizuführen, hin zu mehr Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit.

Schon seit den 1990er Jahren wird am Thema Textilbeton in zwei Sonderforschungsbereichen der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Dresden und Aachen geforscht. Im Rahmen des Projektes C³ - Carbon Concrete Composite mit Forschungen zu Carbonbeton entstand eine neue Dimension. Inzwischen gibt es zahlreiche Referenzprojekte im Denkmalschutz, bei der Verstärkung von Industriebauten oder auch beim Neubau von Brücken, die zeigen, was Carbonbeton kann.

Auch die Gründungen des Deutschen Zentrums Textilbeton, des Tudalit e. V., der TUDATEX GmbH sowie der CarboCon GmbH sind das Ergebnis dieser intensiven Arbeit. Mit dem C³ - Carbon Concrete Composite e.V., dessen Vorstandsvorsitzender Prof. Manfred Curbach ist, wurde das größte interdisziplinäre Netzwerk in der deutschen Baubranche geschaffen, dessen Carbonbetonforschung noch bis 2020 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit bis zu 45 Millionen Euro gefördert wird.

Auf der Veranstaltung „Hightech-Materialien am Bau – Innovationen und Trends bei neuen Baustoffen“ am 19. Januar 2017 auf der BAU 2017 in München präsentiert Ihnen die RG-Bau im RKW Kompetenzzentrum stolz dieses beispielgebende Bauforschungsnetzwerk. C³ - Carbon Concrete Composite e.V. ist Mitveranstalter und wird den Teilnehmern den revolutionären Baustoffen ausführlich vorstellen. Wir laden Sie auch herzlich zu unseren anderen Aktivitäten im Rahmen der BAU 2017 in München ein.