Deutsche Unternehmer geben selten ihr Geschäft auf

Deutschland auf Spitzenplatz im internationalen Vergleich

Rotierender Globus

Veröffentlicht: 18.10.2019

Projekt: GEM

Zusammenfassung: In Deutschland ist im internationalen Vergleich der Anteil an Unternehmen die nicht fortgeführt werden am gerinsten. Dies zeigen die Ergebnisse des Global Entrepreneurship Monitors.

© Global Entrepreneurship Research Association (GERA), Sternberg, R., Wallisch, M., Gorynia-Pfeffer, N., von Bloh, J., Baharian, A.

Dagegen ist der Anteil der Gründer, die ihr Unternehmen nicht weiterführen, in Kanada, den USA und Österreich am höchsten. In diesen drei genannten Ländern ist allerdings auch die Total early-stage Entrepreneurial Activity (TEA)-Quote (Prozentanteil derjenigen 18 bis 64-Jährigen, die während der letzten 3,5 Jahre ein Unternehmen gegründet haben und/oder gerade dabei sind, ein Unternehmen zu gründen) auf einem relativ hohen Niveau. Generell ist festzustellen, dass im internationalen Vergleich mehr Gründungen auch mit mehr Unternehmensaufgaben- und schließungen einhergehen. Die Entrepreneurship-Aktivitäten bewegen sich insgesamt auf einem höheren Niveau. Die Möglichkeit, dass das eigene Unternehmen nicht weiter geführt werden kann oder die Gründung scheitert, wirkt in diesen Ländern offensichtlich weniger abschreckend.

© Global Entrepreneurship Research Association (GERA), Sternberg, R., Wallisch, M., Gorynia-Pfeffer, N., von Bloh, J., Baharian, A.

1) Der National Expert Survey (NES) ist eine in allen beteiligten GEM-Ländern in weitgehend gleicher Form durchgeführte Expertenbefragung. Der NES dient der Einschätzung gründungsbezogener Rahmenbedingungen in den jeweiligen Ländern. In Deutschland haben 2018 insgesamt 53 Gründungsexpertinnen und –experten an der Befragung teilgenommen.