Workshop "Startups meet Mittelstand"

Startups meet Mittelstand

Veröffentlicht: 03.04.2017

Zusammenfassung: Was Startups anders machen als etablierte Unternehmen, haben die Teilnehmer unseres Workshops am 30. April im TechQuartier in Frankfurt gemeinsam erkundet.

 

 

 

 

 

Digitalisierung – Was heißt das?

Reise-nach-Jerusalem-Inteviews: Digitalisierung - Was heißt das?RKW Kompetenzzentrum)

Methoden-Impulse: Business Model Canvas, Minium Viable Product, Effectuation

  • Das Business Model Canvas von Osterwalder und Pigneur reduziert ausgehend von den Kunden und dem Nutzenversprechen, das man mit einem Produkt macht, jedes Geschäftsmodell auf neun wesentliche Elemente. Das ist zwar eine etwas vereinfachte Sicht auf das, was ein Unternehmen tatsächlich tut, um Geld zu verdienen, macht es aber einfach, die einzelnen Elemente systematisch auf Möglichkeiten für Veränderung abzuklopfen – z. B. indem neue Kundengruppe betrachtet werden, die über neue Kanäle angesprochen werden oder indem die Einnahmen vom Erlös aus dem Stückverkauf auf Abo-Modelle umgestellt werden.
  • Zentrale Idee beim Minimum Viable Product ist, dass ein Produkt oder auch nur eine Produktidee so schnell wie möglich der anvisierten Kundengruppe vorgestellt und ihr Feedback eingeholt wird. Statt Monate oder Jahre mit der Entwicklung ausgereifter Prototypen mit möglichst vielen Features zu verbringen, sollte eine Variante, die nur das zentrale Nutzenversprechen realisiert, möglichst frühzeitig mit realen Kunden getestet werden. Aber Feedback kann z. B. auch eingeholt werden, in dem für ein Crowdfunding in einem Erklärvideo das Nutzenversprechen erläutert wird, bevor das Produkt überhaupt fertig entwickelt ist. So hat man eine sehr konkrete Rückmeldung, ob es für das Produkt einen Markt gibt, der den Einstieg in die Produktion rechtfertigt.
Elemente eines Minimum Viable Product(© Daniel Jennewein - RKW Kompetenzzentrum)
  • Effectuation schließlich ist der systematische Einsatz vorhandener Kenntnisse, Fähigkeiten, Netzwerke und Ressourcen bei der Entwicklung neuer Produkte. Eine Analogie ist die Heransgehensweise an das Kochen: Nutzt man die in Küche und Keller schon vorhandene Zutaten um ein Gericht zusammenzustellen, anstatt eine Einkaufsliste mit Zutaten nach Kochbuch zusammenzustellen, so betreibt man schon Effectuation. Auch die so gefundenen Lösungen sind natürlich Experiente, die mindestens mit Opportunitätskosten belastet sind. Daher spielt auch das Prinzip des "leistbaren Verlusts", den man in der Entwicklung zu leisten bereit ist, eine wichtige Rolle.
Was ist eigentlich Effectuation?(© Daniel Jennewein - RKW Kompetenzzentrum)

Methoden Café – Denken wie ein Startup

Methoden-Café "Denken wie ein Startup"RKW Kompetenzzentrum)

Fazit

In der abschließenden Gesamtschau wurde rasch klar, dass für die Arbeit im eigenen Unternehmen eine einzelne Methode nur bedingten Nutzen bringt. Vor allem im Zusammenspiel entfalten die Methoden ihre Wirkung: So führt das Business Modell Canvas dazu, dass Nutzenversprechen und Kundenzielgruppe geschärft werden – ob diese Fokussierung aber sinnvoll ist, kann dann sehr gut mit einem Minimum Viable Product herausgefunden werden. Schlüsselpartner indentifiziert man dagegen, wenn man sich im Rahmen des Effektuation seine eigenen Netzwerke systematisch vor Augen führt.

Reflexionsergebnisse zu den drei Methoden(© Daniel Jennewein - RKW Kompetenzzentrum)

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