Gründerökosystem: Neues Modell und Canvas-Poster zum Verstehen und Anwenden

Veröffentlicht: 24.11.2015

Zusammenfassung: Wir haben ein Modell zum Gründerökosystem entwickelt - das Ihnen hilft, Ihr eigenes Gründerökosystem zu verstehen und zu analysieren.

Im Zuge der Arbeiten zum RKW Magazin 3/2015 zum Gründerökosystem haben wir unser Modell weiterentwickelt. Das Gründerökosystem soll den Ausgangspunkt für eine neue Perspektive auf das deutsche Gründungsgeschehen darstellen und allen Schlüsselakteuren und Entscheidern der Gründerszene helfen, die Stellschrauben ihres lokalen Ökosystems zu verstehen.

Sowohl politische Entscheidungsträger, Berater, Gründer als auch Startups können das Modell und die dazugehörige Methode mit Hilfe des Canvas-Posters anwenden, um sich auf operative Maßnahmen zu konzentrieren oder strategische Pläne für die Unterstützung ihres lokalen Ökosystems entwickeln.

Methodische Anwendung
Das Modell ist Teil einer Methode, die hilft, die relevanten Erfolgsfaktoren und
deren Zusammenspiel bei der Arbeit an dem jeweiligen lokalen Ökosystem zu identifizieren. Die Methode beinhaltet insgesamt vier Schritte:

  1. Das große Ganze: In einem ersten Schritt dienen das Modell und das Canvas-Poster als Sensibilisierung, das die Schlüsselakteure daran erinnert, ein lokales Ökosystem ganzheitlich zu denken. Dieser Schritt verbindet dabei die Akteure miteinander und verhindert damit gleichzeitig, dass einzelne Akteure „nur“ ihr eigenes Programm betrachten.
  2. Status Quo: In einem zweiten Schritt wird die aktuelle Situation des Ökosystems mit seinen Elementen und Netzwerken im Rahmen einer
    Bestandsaufnahme beleuchtet und analysiert. In diesem Schritt werden vor allem Potenziale aufgezeigt und mögliche Doppelungen (z. B. von Förderprogrammen) identifiziert.
  3. Zusammenhänge erkennen: In einem dritten Schritt unterstützt die Methode die Entwicklung einer Strategie zur Gestaltung von Gründerökosystemen. Ziel dieses Schrittes ist es, Synergien zwischen den einzelnen Programmen und Akteure zu erschließen, also die Identifikation von Missing Links und die Etablierung von Netzwerken.
  4. Zukunft gestalten: Der vierte Schritt wagt einen Blick in die Zukunft und hilft, neue Wachstumsmöglichkeiten zu erforschen, Chancen zu bewerten, die Verwendungen oder Einführung neuer Förderprogramme zu prüfen und gemeinsame Wege zur Entwicklung des Ökosystems zu finden.

Versuchen Sie es doch einmal selbst und finden Sie die Stärken und Schwächen in Ihrem Gründerökosystem!

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