Arbeitskreis Gesundheit im Betrieb

Nur mit leistungsfähigen Mitarbeitern und Führungskräften haben Unternehmen auf Dauer Erfolg. Und leistungsfähig ist auf Dauer nur, wer gesund ist. Deshalb ist eine kontinuierliche und systematische Gesundheitsförderung im Betrieb wichtig. 

Gesundheit ist eine zentrale Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit von Beschäftigten und Führungskräften. Dabei geht es um mehr als nur den "klassischen" Arbeits- und Gesundheitsschutz. Auch Aspekte wie Motivation und Zufriedenheit zählen dazu. Sie beeinflussen die Produktivität, Qualität und letztlich den Erfolg von Unternehmen enorm.

Der Arbeitskreis

Doch Studien belegen: Nur wenige mittelständische Betriebe betreiben eine kontinuierliche, systematische Gesundheitsförderung. Sie müssen zunächst von ihrer Relevanz überzeugt und grundlegend informiert werden. Deshalb hat es sich der Arbeitskreis "Gesundheit im Betrieb" zur Aufgabe gemacht, die betriebliche Gesundheitsförderung in kleinen und mittleren Unternehmen zu etablieren.

Hier treffen sich regelmäßig VertreterInnen aus Unternehmen, Verbänden und Kammern, Institutionen der Sozialpartner und des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Sie arbeiten gemeinsam an Forschungs- und Umsetzungsprojekten und stellen die Ergebnisse kostenfrei zur Verfügung. In erster Linie werden diese über die Medien des RKW und der Partner sowie über das Hessische Forum "Arbeit und Gesundheit" im Sozialnetz Hessen veröffentlicht.

Hintergrund

Der Arbeitskreis wurde Ende 2008 zum hessischen Forum der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) ernannt. Die Strategie wurde vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, den obersten Arbeitsschutzbehörden der Bundesländer, und den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung gemeinsam erarbeitet.

Oberstes Ziel ist es, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten durch einen präventiv ausgerichteten und systematisch wahrgenommenen Arbeitsschutz zu erhalten, zu verbessern und zu fördern – ergänzt durch Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Arbeitsfelder & Ergebnisse

  1. Betriebliche Gesundheitsförderung: Der Arbeitskreis bearbeitet grundlegende und aktuelle Themen. Wie lässt sich Arbeit gesund gestalten? Inwieweit kann betriebliche Gesundheitsförderung dabei unterstützen? Welche Instrumente und Rechtgrundlagen gibt es? Die Ergebnisse werden auf www.infoline-gesundheitsfoerderung.de veröffentlicht. Das Portal wird ständig um neue Informationen erweitert, beispielsweise zum betrieblichen Datenschutz bei Krankheitsdatenvon Mitarbeitern oder zur Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen. 
  2. Älter werden im Betrieb: Belegschaften werden älter, Nachwuchskräfte zur Mangelware. Der Arbeitskreis beschäftigt sich mit den Herausforderungen, die sich aus dem demographischen Wandel für die Gesundheit im Betrieb ergeben. Zentrale Handlungsfelder und Maßnahmen zur Gestaltung alternsgerechter Arbeit werden auf www.alternsgerechte-arbeit.de publiziert.
  3. Betriebliches Eingliederungsmanagement: Seit 2004 ist das betriebliche Eingliederungsmanagement gesetzlich vorgeschrieben. Ziel ist es, Mitarbeiter zu unterstützen, die länger oder häufiger krank sind. Wie Unternehmen dieses erfolgreich etablieren können, ist auf www.betriebliche-eingliederung.de dargestellt. 
  4. Eingliederung psychisch erkrankter Mitarbeiter: Aktuell arbeiten die Arbeitskreis-Mitglieder mit weiteren ExpertInnen an Ergänzungen zum Thema "Eingliederung psychisch erkrankter Mitarbeiter". 2010 wird dazu eine Broschüre als Handlungshilfe veröffentlicht. Die Umsetzung erfolgt in interessierten Pilotbetrieben und wird von Experten des Arbeitskreises begleitet.
    In einem Erfahrungskreis aus betrieblichen Praktikern und relevanten Fachinstitutionen wird darüber hinaus eine Expertise zum Stand der betrieblichen Wiedereingliederung psychisch erkrankter Mitarbeiter erarbeitet. Sie wird von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert und dient als Basis, um betriebliche Handlungshilfen zu dem wichtigen Problemfeld zu erstellen.

Daten zum Arbeitskreis

  • Name: Arbeitskreis Gesundheit im Betrieb
  • Laufzeit: laufend seit 1995
  • Finanzierung: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie