Seit neun Jahrzehnten liefert das Familienunternehmen Huber Technik aus Erding in Oberbayern qualitativ hochwertige Produkte nach Bayern, Deutschland und in die Welt. Das in dritter und vierter Generation inhabergeführte Unternehmen setzt auf Beständigkeit – in der Qualität ihrer Produkte, in den Kunden- und Lieferantenbeziehungen und als Arbeitgeber. Dass Beständigkeit nur mit Wandel und Veränderung funktioniert, zeigt sich für das Familienunternehmen in den täglichen Herausforderungen der beiden Firmenbereiche Fördersysteme und Gummierzeugnisse.

Im Rahmen des Projekts Digiscouts® sind fünf Azubis, alle in der Lehre zum Konstruktionsmechaniker, auf die Suche nach Digitalisierungsmöglichkeiten gegangen. Ideen gab es viele und so ging der erste Schritt dem Team leicht von der Hand. Als nächstes stand die Entscheidung an, welche Idee – aus den vielen verschiedenen gesammelten Vorschlägen – sich am besten für ein Azubi-Projekt eignen könnte. Nach einigen Sitzungen und Diskussionen im Team, wie auch anfänglichen Unstimmigkeiten, einigten sich letztlich die fünf Azubis auf das Projekt der Einführung stationärer Computer in den verschiedenen Produktionsabteilungen. Ausschlaggebend für dieses Projekt war, der schon länger gewünschte und benötigte Bedarf an stationären Computern. So simpel, das es im Alltagsgeschäft immer wieder in den Hintergrund gerückt ist. Digiscouts® bot die Chance dies im Rahmen eines Azubiprojekts in Angriff zu nehmen. Bevor aber das Team so richtig durchstarten konnte, mussten sie noch mal ran: Die Idee im Detail aufschreiben, ein ordentliches Projektkonzept für die Geschäftsführung erstellen und dieses vorher mit dem RKW Coach überprüfen. Begleitet wurde das Azubi-Team von ihrem Ausbildungsleiter Michael Langer und Ausbilder Christian Harrant – wenngleich diese eher aus dem Hintergrund agierten. Denn klare Ansage vom RKW war: die Azubis haben den Hut auf!

Das Hauptargument, mit dem die Azubis die Geschäftsführung überzeugt hatten, war die gewonnene Zeitersparnis. Denn die Einführung stationärer Computer ermöglichte zugleich auch eine Optimierung bestehender Arbeitsprozesse. Dass die Azubis ihre Kolleginnen und Kollegen mit diesem Projekt schon längst auf ihrer Seite hatten, motivierte das fünf-köpfige Team abermals.

Nachdem die Azubis die Geschäftsführung von ihrem Vorhaben überzeugt hatten, setzten sie ein Treffen mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus den jeweiligen Abteilungen an, um die nächsten Schritte gemeinsam zu besprechen und zu planen. Immerhin war es nun ihr Projekt und es lag in ihrer Verantwortung dieses erfolgreich umzusetzen. Es galt im Weiteren vieles zu klären und zu entscheiden, wie bspw. die Ermittlung der Anzahl von Computern (und weiteres Zubehör wie Hardware, Software, Möbel etc.), die Kostenkalkulation für die Beschaffung, die Klärung von welchem Händler gekauft wird, wo die Computer aufgestellt werden, das Verlegen von Kabel und Netzwerkverbindungen, Entscheiden von wem sie eingerichtet werden und ggf. auch welche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Schulung benötigen u.v.m.

Wenn man noch zu Anfang gedacht hatte, ein Projekt, in dem es „NUR“ um die Einführung von stationären Computern ging, merkt jetzt vielleicht, wie viel Aufwand an Organisation und Koordination auch ein solch scheinbar einfach klingendes Projekt bedarf.

Das Projekt ist mittlerweile umgesetzt und die Azubis hoffen, dass sich in den nächsten Monaten ein reibungsloser Arbeitstag einspielen wird. Stolz ist das Azubi-Team auf ihr Projekt, weil es ihnen die Möglichkeit gab, ihr Interesse und Wissen aber auch ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.