Schnell gefunden! Wie digitale Archive die Arbeit von Softwareentwicklern erleichtern

Veröffentlicht: 19.12.2019

Zusammenfassung: Das hatten wir doch schon mal programmiert!? Mit dieser Ausgangsfrage war den Azubis einer Software-Agentur schnell klar, was bei dem Digiscouts®-Projekt umgesetzt werden sollte: ein digitales Archiv für Programm-Codes, inkl. Dokumentation.

Zeit ist Geld, auch bei Agenturen ist das nicht anders – das war auch den Azubis der edicos Consulting & Software GmbH & Co. KG klar, als sie sich entschieden haben, als Digiscouts® ein Projekt umzusetzen. Im Interview erklärt Marco Stöck, Auszubildender zum Kaufmann für Büromanagement, vor welchen Hürden und Aufgaben die Azubis standen und wie sie als Team ein Projekt ohne Erfahrung reibungslos umsetzen konnten. 

In eurer Software-Agentur läuft ja im Prinzip schon alles digital. Warum war es dennoch spannend, beim Digiscouts®-Projekt mitzumachen?  

Stichwort „Kontinuierlicher Verbesserungsprozess“ – Der Prozess an sich war schon digital in unserem Unternehmen umgesetzt, jedoch gab es an dieser Stelle noch Optimierungsbedarf und genau diese Lücke haben wir durch unser Projekt gefüllt – nicht um den Prozess neu zu erfinden, sondern lediglich um ihn effizienter zu gestalten. Und noch dazu konnten wir wichtiges Praxiswissen sammeln – wir sind also sehr froh bei den Digiscouts® mitgemacht gedurft zu haben und würden dies auch immer wieder gerne tun.  

Wie seid ihr auf die Projektidee gekommen?  

Nach einem anfänglichen Brainstorming haben wir eine engere Auswahl daraus resultierender Ideen der Geschäftsführung vorgestellt. Glücklicherweise bestand schon seit einiger Zeit das Interesse, von Seiten der Geschäftsführung, eine unserer Projektideen ohnehin umzusetzen. Da hat es sich besonders angeboten, genau dieses Projekt im Rahmen der diesjährigen Digiscouts® anzugehen. 

Was und wie habt ihr letztendlich euer Projekt umgesetzt?

Unser Projekt bestand im Wesentlichen darin, Programmcode, welchen wir bis dato für unsere Kunden geschrieben haben, mit der Software GitLab zu archivieren und zu dokumentieren. Vormalig wurde jeglicher Programmcode auf verschiedenen Speichermedien mit unterschiedlichen Versionierungen abgelegt.  
Im ersten Schritt ging es darum GitLab in unserem System zu installieren und in unser Netzwerk einzubinden. Darauffolgend haben wir alle Projekte bzw. jeglichen Programmcode erfasst, der sich im Laufe der Jahre angesammelt hat. Diese Projekte haben wir anschließend systematisch in GitLab angelegt. Im nächsten Schritt mussten wir den Programmcode in die entsprechenden Projekte transferieren, wofür wir zunächst alle Projekte in eine Git-Version umgewandelt haben.  
Von vornherein hatten wir dabei den großen Vorteil von unserem bereits bestehenden digitalen Umfeld zu profitieren. So mussten wir nicht etwa erst eine IT-Infrastruktur aufbauen, sondern konnten direkt loslegen. Der Rest lief dann auch recht flüssig – in den Meetings haben wir anfallende Aufgaben geplant und koordiniert, um sie anschließend abzuarbeiten.  
Zu unserem Glück sahen wir uns über den gesamten Zeitraum keinen größeren Herausforderungen gegenübergestellt, weshalb unser Projekt von Projektstart, über die Planung, bis hin zur Umsetzung recht reibungslos verlief.  

Wie habt ihr euer Projekt organisiert? Aufgabenaufteilung im Team, Zeitmanagement… 

Dies war bestimmt einer der Interessantesten Aspekte des ganzen Digiscouts®-Projektes. Da wir alle keinerlei Erfahrungen in eigenständiger Projektarbeit hatten, war es besonders spannend, einfach mal frei heraus zu überlegen, wie man das ganze Unterfangen angeht, plant und über die Zeit begleitet. Es lief also auf Learning by Doing hinaus – was sehr gut war, denn so konnten wir wertvolle praktische Erfahrungen sammeln. 
Nach Projektstart war uns schnell klar, dass Kommunikation mit am wichtigsten ist und haben somit erst einmal ein paar Grundkanäle der Kommunikation etabliert – zum einen haben wir eine eigene Skype-Gruppe erstellt und zum anderen ein Projekt auf SharePoint eingerichtet, um online Dokumente wie den Projektplan oder Zeitplanungstabellen austauschen zu können. Darüber hinaus haben wir uns einmal die Woche zu einem kleinen Status-Meeting verabredet, um dort einen aktuellen Stand der Dinge einzuholen, Aufgaben zu verteilen und Strategien für die Zukunft zu entwickeln. Gerade zum Ende hin ist uns klar geworden, dass gutes Zeitmanagement, neben regelmäßiger Kommunikation, der Schlüssel zu einem erfolgreichen und sauberen Abschluss des Projektes ist.  

Welchen Nutzen hat euer Projekt für edicos? 

Durch die Einrichtung von GitLab haben wir nun einen zentralen Ablageort für sämtlichen Programmcode. Neben schneller Einsicht in vergangene Projekte und denn darin verwendeten Code, kann Code auf GitLab gemeinsam bearbeitet und vor allem wiederverwendet werden, was die Kollaboration zwischen den Entwicklern deutlich vereinfacht und darüber hinaus eine Menge Zeit einspart. GitLab ist schon jetzt stark im täglichen Workflow eingebunden und gar nicht mehr wegzudenken. 

Habt ihr noch weitere Projekte geplant? Beziehungsweise: Wie geht es mit dem GitLab weiter?

Neben der kontinuierlichen Pflege von GitLab sind erst einmal keine weiteren Projekte geplant.

Vielen Dank für das Interview.