Mitwachsende Familienfreundlichkeit

Veröffentlicht: 12.11.2014

Zusammenfassung: Als eines der ersten Unternehmen in Sachsen erhielt die GET AG die Auszeichnung als "familienfreundlicher Arbeitgeber". Die Bemühungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sorgen für eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit und -bindung.

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Aus den jungen Singles in den Gründungsjahren der Leipziger GET AG wurden Eltern, aus ihren Kita- werden Schulkinder. Für den Informationsdienstleister ist es klar, dass er sich der Herausforderung Familienfreundlichkeit immer wieder neu stellen muss.

Die Herausforderung Familienfreundlichkeit ist fester Bestandteil unserer Unternehmenspolitik und zugleich wichtige Basis für den gesunden Teamgeist der GET AG. Ohne engagierte, motivierte, sozial und fachlich kompetente Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter wäre ein Geschäftserfolg wohl kaum denkbar. Dabei sind es weniger die großen Budgets als die vielen kleinen Dinge und das offene Ohr welche vieles ermöglichen."

Cornelia Weber, Leiterin Personal schreibt Familienfreundlichkeit  seit Anfang an groß.

Flexible Arbeitszeiten erleichtern den 43 hochspezialisierten Mitarbeitern des Informationsdienstleisters die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Besonderen Zuspruch finden die Kinderbetreuungskostenzuschüsse. So können Eltern entweder schneller in das Unternehmen zurückkehren oder mit höherer Wochenstundenzahl im Unternehmen arbeiten.

Da die ehemaligen Kindergartenkinder inzwischen in die Schule gehen, mussten die Maßnahmen zur Familienfreundlichkeit "mitwachsen". Die GET AG unterstützt auch hier die Eltern bei der Betreuung. In den Ferien dürfen die Kinder auch mal ins Unternehmen mitkommen. Hier finden dann beispielsweise Bewerbungsworkshops oder mit der Schule organisierte Führungen durch das Rechenzentrum statt.

Ist ein Kind krank, so gewährt das Unternehmen über den gesetzlich definierten Anspruch hinaus bis zu fünf weitere Tage bezahlte Freistellung.

Gesundheitsförderung kann allen Spaß machen

Damit die Mitarbeiter möglichst nicht krank werden, hat der Informationsdienstleister stets ein offenes Ohr und leitet aus dem Einzelfall Maßnahmen für alle Beschäftigten ab. Als eine Fachkraft zur Entlastung ihres Rückens einen höhenverstellbaren Schreibtisch benötigte, bot das Unternehmen allen in der Mittagspause eine Rückenschule an. Das Unternehmen wollte so Rückenbeschwerden bei anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorbeugen. Regelmäßig nimmt ein Fünftel der Mitarbeiter an der Rückenschule teil. Ergänzend kommt ein Masseur zur GET AG, der die Beschäftigten während der Arbeitszeit von ihren Verspannungen befreit.

Bewegung im Team macht mehr Spaß. Darum beteiligt sich der Mittelständler an verschiedenen Firmenläufen und mietet in der Saison einmal pro Woche für zwei Stunden nach Feierabend einen Beachvolleyballplatz an. Die Fachkräfte nutzen das Angebot, haben Freude daran und beugen Gesundheitsproblemen vor. Die passenden Sportoutfits sponsert das Unternehmen ebenfalls. Für die, die joggend oder per Rad ins Unternehmen kommen, steht eine Dusche im Bürogebäude zur Verfügung. Auch ein bereitgestellter Obstkorb wird gern angenommen.

Gesunde Beschäftigte und mehr Zeit für die Familie war auch das Motiv dafür, eine Grippe-Impfaktion im Unternehmen durchzuführen. Und hier trifft sich das Engagement für die Familien mit dem für die Gesundheit.

Die Maßnahmen schlagen mit unterschiedlichem finanziellem Aufwand zu Buche. Während der Obstkorb nicht teuer ist, sind andere Maßnahmen kostenintensiver, wie die Massage oder die Kinderbetreuungskostenzuschüsse. Daher hat sich das Unternehmen für eine Kombination aus freier Arbeitszeit und Kostenübernahme entschieden. So werden entweder die Kosten übernommen oder die Maßnahme gilt als Arbeitszeit.

Neue Bedürfnisse – neue Antworten

Die GET AG leitet ihre Personalmaßnahmen aus den Bedürfnissen der Belegschaft ab. So erhält sie motivierte und leistungsstarke Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ihrem Arbeitgeber treu bleiben. Die GET AG etabliert bereits neue Maßnahmen, die den Alltag der Beschäftigten erleichtern. Dazu zählen beispielsweise die Einführung des Jobtickets sowie ein Informationsportal im Intranet rund um das Thema "Pflege in der Familie – Freistellung mit Lohnfortzahlung".

Höchstes Lob von den Beschäftigten

Die GET AG hat es auch schriftlich: Als eines der ersten Unternehmen in Sachsen erhielt sie das Qualitätssiegel "familienfreundlicher Arbeitgeber" der Bertelsmann-Stiftung. Aber noch viel wertvoller ist die hohe Anerkennung des Engagements durch die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie schlugen 2013 ihren Arbeitgeber für den Sonderpreis für familienfreundliche Arbeitgeber der Stadt Leipzig vor. Das außergewöhnliche Engagement wurde honoriert. Für die GET AG ist dieser Preis auf Vorschlag der Belegschaft die beste Bestätigung und ein Ansporn, ihre Personalmaßnahmen weiter auszubauen.